“Musik ab, bitte!” – MUSIC please: Die Plattform für Musiker

Juschka Anhalt und Marc Bernath, Geschäftsführer von MUSIC please

Juschka Anhalt und Marc Bernath, Geschäftsführer von MUSIC please

In unserer Rubrik “Portraits Münchner Kulturpersönlichkeiten” stellen wir Ihnen heute Juschka Anhalt vor, die gemeinsam mit ihrem Mann Marc Bernath und Musik- sowie Internet-Profis die innovative  Online-Plattform MUSIC please ins Leben gerufen hat. In einem Interview hatten wir die Möglichkeit alles über dieses neue und vielversprechende Musiker-Netzwerk zu erfahren. Aber lesen Sie selbst…

Liebe Juschka, seit Frühjahr dieses Jahres gibt es die Plattform MUSIC please, auf der sich Künstler  und Agenturen präsentieren und ein Netzwerk bilden können. Wie kam diese Idee zustande?
Ich bin seit einigen Jahren als Künstlermanagerin tätig. Jahrelang bin ich immer wieder auf das Problem gestoßen, dass ich oft viel Zeit investieren musste, wenn ich einen passenden Musiker für eine Band oder eine Studioaufnahme gesucht habe. Hat sich jemand im eigenen Netzwerk gefunden, war alles prima. War dem nicht so, stand meist eine wochenlange Odyssee bevor.
Es war für mich unglaublich, dass das Internet keine Möglichkeit bot, einfach und schnell Musiker und auch Dienstleister wie Recordingstudios und Booker zu finden. Wenn ich mit Freunden aus der Branche gesprochen habe, haben immer alle über das gleiche Problem gejammert.
Irgendwann dachte ich mir: „Naja, dann nehme ich das jetzt in die Hand!“. Mein Mann ist IT-ler und Unternehmer, so dass ich schon den perfekten Partner für die Umsetzung an meiner Seite hatte.
Das Ergebnis ist auf www.music-please.com zu sehen.

Und wie lange hat es schließlich vom ersten Gedanken bis zum Online-Gang gedauert?
Die Idee entstand bereits 2008, aber erst knapp zwei Jahre später haben wir Nägel mit Köpfen gemacht. Vom ersten aus Papier gebastelten Prototypen bis zum Online-Kickoff verging dann nochmal gut ein Jahr. Im Mai dieses Jahres sind wir online gegangen.

Wie habt ihr die Plattform dann kommuniziert?
Dazu muss ich kurz ausholen. Bei unseren Recherchen, welche Bedürfnisse unsere Zielgruppe hat, wurde schnell klar, dass die Pros der Branche ganz andere Anforderungen an die geplante Plattform haben werden, als Amateure und Semi-Profis. Somit haben wir uns auch intensiv Gedanken über die Kommunikation nach außen und hin zu den verschiedenen Zielgruppen gemacht.
Amateure und Semi-Profis erreichen wir gut über Online-Kampagnen bei Google und Facebook.
Bei den Pros mussten wir uns schon mehr einfallen lassen. Bei dieser Zielgruppe geht es um deren Job, Lebensunterhalt, sprich deren Existenz. Somit stand für uns an oberster Stelle: Vertrauen bei den Pros in unser Vorhaben schaffen!
Vertrauen schaffen wir durch unsere „MUSIC please-Paten“. Das sind Pros aus den unterschiedlichsten Branchen-Bereichen. Sie unterstützen MUSIC please, indem sie uns kontinuierlich in Bezug auf die fortwährende Weiterentwicklung der Plattform beraten, und insbesondere indem sie uns weiterempfehlen. Von Pro zu Pro sozusagen.

Seid ihr bis jetzt mit dem Interesse an MUSIC please zufrieden?
Ehrlich gesagt sind wir überwältigt! Wir haben mit unserer Pressearbeit noch nicht wirklich begonnen und haben nach einem guten Monat schon mehr als 1000 Mitglieder. Das gibt uns noch mehr Ansporn, jeden Tag unsere Zeit in die Weiterentwicklung der Plattform zu stecken.

Was ist für dich persönlich das Besondere an München als Kulturstadt?
München ist keine sehr große Stadt und dennoch begeistert mich München immer wieder mit seinem kulturell vielfältigen Angebot. Gerade in der Musik finden auch Nischengenres ihr Plätzchen und auch die Nähe zu unseren Nachbarländern spiegelt sich im kulturellen Angebot deutlich wider.

Spielst du selber auch ein Instrument?
Jetzt wirst du gleich lachen: ich habe einige Jahre Hackbrett gespielt. Ein traditionelles bayerisches Instrument. Auch im Chor und an der Geige habe ich mich versucht. Aber irgendwann fiel dann die Entscheidung, lieber die zu managen, die ihr Instrument und ihre Stimme wirklich beherrschen.

Lehn dich zurück, schließe die Augen, du hast drei Wünsche frei:
Eigentlich wünsche ich mir nicht viel, da ich mit meiner Lebenssituation sehr zufrieden bin – unter anderem, da sie sich aufgrund meiner beruflichen Selbstständigkeit jeden Tag anders gestaltet.
Somit gibt es nur den Wunsch, dass mein Leben so bleibt  – darin inbegriffen, dass MUSIC please weiterhin so gut läuft, wie bisher.

Dann wünschen wir dir, liebe Juschka, dass alles bleibt wie es ist und vielen Dank für deine Zeit!


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Über den Autor

Rebekka Paas: Seit März 2010 bin ich bei Kulturgipfel und betreue schwerpunktmäßig die Social Media Aktivitäten. Gerade im Kulturbereich wird ja gerne noch Post per Brieftaube verschickt. Kulturgipfel ist anders. Wir wollen am Puls der Zeit sein, deswegen schreckt uns das Web 2.0 nicht ab, sondern ist eins unserer wichtigsten Kommunikationsmittel, um direkten Kontakt zu unseren Kunden zu pflegen. Als gebürtige Rheinländerin bin ich bereits zum Studium in Bayern gelandet (Bayreuth: Theater-, Musik- und Literaturwissenschaft) und lebe nun als Wahl-Münchnerin in der vielleicht schönsten Stadt der Welt ;-) . Mit meinen Artikeln will ich Ihnen alles Wichtige und Interessante rund um unsere Konzerte näher bringen, mit Ihnen in einen Dialog kommen und Ihnen mal wieder Lust auf Kultur machen.