EU-Kulturministerrat verabschiedet Arbeitsplan Kultur 2011-2014

Arbeitsplan Kultur 2011-2014 verabschiedet

Am 18. November 2010 verabschiedete der EU-Kulturministerrat die Schlussfolgerungen für den »Arbeitsplan Kultur 2011-2014«. Mit dem Arbeitsplan wurden die Prioritäten für die Kulturpolitik für die nächsten Jahre gelegt.

Dieser sieht zahlreiche Maßnahmen der Mitgliedstaaten und der Kommission in den folgenden Bereichen vor:

• Kulturelle Vielfalt, interkultureller Dialog sowie Zugang zu und Teilhabe an Kultur

• Kultur- und Kreativindustrien

• Fähigkeiten und Mobilität

• Kulturelles Erbe und Mobilität von Sammlungen

• Kultur in den auswärtigen Beziehungen

• Kulturelle Statistiken

Zu den geplanten Maßnahmen zählen z.B. die Schaffung eines Europäischen Kulturerbe-Siegels, die Erstellung eines Leitfadens für öffentliche Kunst- und Kulturinstitutionen zur Entwicklung von Schlüsselkompetenzen im Bereich Kulturbewusstsein und kulturelle Ausdrucksfähigkeit und ein Follow-up zum Grünbuch »Freisetzung des Potenzials der Kultur- und Kreativwirtschaft«. Wichtige Aspekte sind die Förderung der Digitalisierung des kulturellen Erbes und die Nutzung des Potenzials der Kultur- und Kreativwirtschaft für die lokale und regionale Entwicklung. Zur Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft und des Kulturtourismus ist eine Zusammenarbeit mit der Generaldirektion Unternehmen und Industrie geplant. Im Rahmen der Förderung der Digitalisierung des Kulturerbes wurde der »Arbeitsplan Kultur« mit den geplanten Maßnahmen der Digitalen Agenda, insbesondere Europeana, abgestimmt. Wie bereits bei dem Vorgänger, dem »Arbeisplan 2008-2010«, werden auch bei dem »Arbeitsplan Kultur 2011-2014« viele Themenbereiche unter Anwendung der »Offenen Methode der Koordinierung (OMK)« behandelt. Im Konkreten sollen mehrere EU-ExpertInnengruppen eingesetzt werden, die Best Practice über nationale Maßnahmen austauschen und neue Modelle entwickeln.

Neben dem »Arbeitsplan Kultur 2011-2014« wurden Schlussfolgerungen in weiteren Bereichen verabschiedet.

• Rolle der Kultur im Kampf gegen Armut und soziale Ausgrenzung

• Europäisches kinematografisches Kulturerbe

• Chancen und Herausforderungen des digitalen Zeitalters für das europäische Kino

In einer Grundsatzdebatte setzten sich die Minister für Kultur und audiovisuelle Medien mit der kulturellen und audiovisuellen Dimension der Digitalen Agenda Europas auseinander. Des Weiteren wurde Mons in Belgien zur Europäischen Kulturhauptstadt 2015 ernannt.

Quelle: www.kulturmanagement.net

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Über den Autor

Jochen Gnauert, ist seit 2002 Geschäftsführer der Kulturgipfel GmbH. Nach seinem Studium der Theaterwissenschaft war er jahrelang Musiktheater-Regisseur, bevor er seit 2000 als Kulturveranstalter tätig wurde.