Es ist stockdunkel im Saal. Alle Augen sind auf den angestrahlten Metallbecher in der Mitte des Tisches gerichtet. Der Herr im schwarzen Smoking strahlt ins Publikum. Mit einer ausladenden Handbewegung hebt er den Becher vom Tisch. Zum Vorschein kommt eine Zitrone.
WIE ALLES BEGANN
Aber noch einmal von vorne. Das Kulturgipfel Team hatte Karten für die Premiere der neusten Show des Zauberer-Duos Christian Münch und Alexander Krist bekommen. Deren Titel „Magie Live & Hautnah“ klang verlockend und so versammelte man sich am Abend vor dem etwas versteckt am Sendlinger Tor liegenden Zaubertheater. Platziert von einer Dame, die man sich auch in Las Vegas vorstellen könnte, saßen wir nun im halbrunden Mini-Amphitheater und harrten der Dinge. Nicht, dass wir Überraschungen erwartet hätten. Was sollte noch groß kommen nach all den Uri Gellers, die in den letzten Jahren durch das allabendliche Fernsehprogramm geisterten. Und überhaupt – als hartgesottene Realisten würden wir doch jeden Trick durchschauen. Dachten wir… Und wurden kurz darauf eines Besseren belehrt.
DIE SHOW
Zerschnittene Seile, die auf wundersame Weise wieder zu einem werden. Glasflaschen aus denen vor Aller Augen Dinge verschwinden. Kartentricks, Gedankenübertragung, Hütchenspiele. Das Ganze entlang eines visualisierten „roten Fadens“, der die einzelnen Illusionen durch zauberhaft-schöne Geschichten verbindet. Tatsächlich hat die Atmosphäre des Theaters etwas magisches. In roten Samtsesseln sitz man mit höchstens 4,5 Meter Abstand um den halbrunden Tisch des Zauberers und hat so das Gefühl, bei jeder Illusion buchstäblich hautnah dabei zu sein. Distanz gibt es hier nicht, alle Gegenstände dürfen herumgereicht, betastet und genauestens geprüft werden.
DER BECHER
Und so sind wir auch schon wieder bei besagtem Metallbecher. Auch der wurde nämlich vor der Geschichte mit der Zitrone eingehend vom Publikum untersucht und für leer und frei von doppelten Böden befunden. Dementsprechend groß war dann auch die Verwunderung über die plötzlich auftauchende Zitrusfrucht, übertroffen eigentlich nur von der Verwunderung über einen roten Briefumschlag und die Sache mit Budapest. Aber das würde hier jetzt wirklich zu weit führen (und außerdem sollen Sie sich die Vorstellung ja auch noch selbst anschauen).
Mal abgesehen davon ist es sowieso schwer die Show von Münch und Krist in Worten zu beschreiben. Ein Gast vergleicht sie im Gästebuch des Magierduos mit einer „Reise durch den Ozean der Träume“ – und so abgehoben das jetzt klingen mag: Tatsächlich verlässt man das Zaubertheater mit der Einsicht, dass es wohl doch noch so etwas wie Magie in unserem ja eigentlich so berechenbaren Alltag gibt.
Die nächsten Termine für die Zaubershow von Krist und Münch finden Sie auf der Homepage http://www.magic-theater.de/
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Du nimmst mich mit auf die Gedankenreise. Ich spüre die Magie des Abends, ohne selbst vor Ort zu sein. – Das macht Lust auf mehr. – “Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne … ”
Liebe Grüße
Thomas S.
Wie schön, diesen Artikel zu lesen! Ich war selbst dabei an diesem “magischen Abend” und fühle mich direkt zu all den Highlights zurückversetzt. München braucht solche Events, ob mit Magie oder Musik!
Ein wunderschöner Abend. Es ist weit mehr als getrickse, sondern eine Reise in die Welt des Staunens, sympathisch herübergebracht. Der Abend berührt und gibt Zauberei hautnah einen würdigen Rahmen. Wer das Besondere erleben will, sollte sich das nicht entgehen lassen.