mini.musik verrät alle Geheimnisse aus der Zauberwelt der Musik
mini.musik wird 5 Jahre alt und ist damit bald älter als sein Stammpublikum. Die Konzertbesucher von morgen erleben auf den Konzerten von mini.musik klassische Musik einmal ganz anders: als Mitmachkonzert. Der kulturblog münchen begleitet das Jubiläum mit spannenden Hintergrundinformationen, u.a. einem Interview mit Anastasia Reiber, eine der Gründerinnen von mini.musik und einem Konzertbericht aus der Perspektive eines Kindes.
Bitte nicht immer leise sein!
Meine Tochter liebt Geschichten und Musik, vor allem, wenn sie mitspielen, miterzählen und mitsingen kann. Alles Tätigkeiten, die in einem klassischen Konzert allerdings eher Kopfschütteln und den Unwillen aller Anwesenden hervor rufen. Man stelle sich nur einmal folgende Szene vor: ein kleines Mädchen begleitet die heiteren Klänge aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ mit lautem Gesang und einem schwungvollen Tanz entlang der gesamten Seitenbreite der Konzertbühne. Der Alptraum jeder Mutter – aber vielleicht auch ein Zeugnis der Begeisterungsfähigkeit kleiner Kinder für klassische Musik. Denn verstaubt und langweilig ist diese keineswegs, vielleicht eher ihre Aufführungspraxis.
Üblicher Weise ist in einem klassischen Konzert außer dem Applaus am Schluss jedes störende Geräusch zu vermeiden und allein ein Standing Ovation rechtfertigt das Erheben vom Platz. Die leicht einprägsame Faustregel für junge Konzertbesucher lautet daher: Augen und Ohren auf, Mund zu!
Mitmachkonzerte für Drei- bis Sechsjährige
Wie wunderbar, dass es auch anders geht: Vor genau fünf Jahren gründete Anastasia Reiber zusammen mit Uta Sailer in München „mini.musik – Große Musik für kleine Menschen e.V.“ und schuf damit die etwas andere Heranführung an Klassische Musik, speziell für eine Altersgruppe, die bis dahin bezüglich eines altersgerechten Kulturangebots recht stiefmütterlich behandelt wurde. mini.musik hat das geändert. In den Konzertprogrammen des Vereins, die so entzückende Titel wie „Die Blechlawine“, „Ritterklang und Prinzessinengesang“ und „Eins Zwei Drei – Buddelei!“ tragen, werden die Kleinen mit einer oft abenteuerlichen und unterhaltsamen Geschichte, die an die Lebensrealität und die Fantasiewelt der Kinder anknüpft, an Werke klassischer Musik sowie an sämtliche Blas- Zupf- und Streichinstrumente herangeführt. Und das unter Mitwirkung von Profimusikern, die nach jedem Konzert die Kinder auf die Bühne bitten, um ihnen die Instrumente aus nächster Nähe zu zeigen. Für Kindergärten gibt es zusätzliche Konzerte – geplant sind auch Konzertprogramme, die sich speziell auf die Räumlichkeit und Erlebniswelt des Kindergartens beziehen und auch hier aufgeführt werden.
mini.musik mit 15 Produktionen erfolgreich in und außerhalb von München
In den letzten Jahren entwickelte mini.musik 15 Neuproduktionen, in denen Musik der großen Komponisten von Barock über Klassik, Romantik bis hin zu Jazz, Weltmusik oder freier Improvisation mit anderen Kunstformen wie Papiertheater, Geschichtenerzählung oder Schauspiel kombiniert wird. Die musikalischen Reisen, auf die die Kinder unter der Moderation etwa von Bayern Klassik Moderatorinnen Uta Sailer oder Julia Schölzel geführt werden, sind voller Witz und wundervollen Ideen: so müssen die Kinder etwa bei den „Holzwurmgeschichten“ den Holzwurm ausfindig machen, der sich durch die Holzblasinstrumente knabbern will und somit die Musik zu verstimmen droht.
Die kreativen und einfallsreichen Programme begeistern auch schon Menschen außerhalb Münchens, so gibt der Verein mini.musik regelmäßig Gastspiele beim Rheingau Musikfestival, in Backnang, Heidenheim oder Ravensburg. mini.musik ist begehrt. Schon jetzt sind die Karten für die nächsten Konzerte ausverkauft. Am Sonntag, dem 17. Juni 2012 werde ich mit meinen beiden Kindergartenkindern das Programm „Klazwei, Kladrei, Klavier“ im Laimer Steinway-Haus live miterleben, wenn es nicht heißt: „Augen und Ohren auf, Mund zu“ sondern „Mund auf, mitgesungen und mitgemacht!“
Kreativwettbewerb
Und für alle Kinder und ihre Kind gebliebenen Eltern, die nicht mehr bis zum nächsten mini.musik-Konzert warten wollen, ist der Kreativbettbewerb, der anlässlich des Jubiläums veranstaltet wird, genau das Richtige: Denkt euch eine eigene kunterbunte mini.musik-Geschichte aus und schickt diese gemalt, gebastelt, gesungen, gespielt oder gefilmt ins Rennen. Es gibt Tolles zu gewinnen! Unter anderem Konzertbesuche bei mini.musik
Ähnliche Artikel:

