Interview mit Harry Rose zum 20. Todestag von Queen-Frontmann Freddie Mercury

Harry Rose alias Freddie Mercury

Harry Rose alias Freddie Mercury

Er gilt als einer der bedeutendsten Rocksänger der 1970er und 1980er Jahre und heute jährt sich sein Todestag zum 20. Mal: Queen-Frontmann Freddie Mercury.

Die eigens produzierte Live-Show „A Tribute to Freddie Mercury“, mit der Kulturgipfel 2011/12 durch Deutschland tourt, ist eine Hommage an den großen Entertainer der Rockmusik, der mit Queen beinahe 20 Jahre das Geschehen der Hitparaden bestimmte. Wir haben uns mit Harry Rose unterhalten, der bei der Queen-Show in die Rolle des Freddie Mercury schlüpft.

Elke: Freddie Mercury hatte ein außergewöhnliches stimmliches Talent – das sind große Fußstapfen, in die Du da trittst, oder?
Harry Rose : Ja, das stimmt. Aber deswegen schreibe ich mir nicht auf meine Fahne, dass ich genau so klingen muss wie Freddie Mercury – aber ich bemühe mich natürlich. Die Leute wissen ja, dass Freddie tot ist und dass ich nicht der echte Freddie Mercury bin. Wenn uns die Konzertbesucher aber dann total süße Emails schicken, in denen sie schwärmen, dass wir sie entführt haben in eine andere Zeit und dass sie dachten, wenn sie die Augen geschlossen haben: „Das ist wirklich Freddie, das ist Queen – das rockt, das vibriert!“ dann weiß ich, dass ich meinen Job gut gemacht habe!

Elke: Wie wurde eigentlich die Idee zu der Show geboren?
Harry: Zu der Show „Tribute to Freddie Mercury“ mit der wir jetzt ab November auf Tour sind, hat uns natürlich der 20-jährige Todestag von Freddie inspiriert. Uns war ganz klar, dass wir uns einfach etwas Neues, etwas ganz Außergewöhnliches ausdenken müssen für dieses besondere Datum. Und ich denke das ist uns gelungen – es wird echt ein Knaller! Also: wir schmeißen ganz viele neue Songs ins Programm, viele Songs die aus Freddies Feder stammen und natürlich auch Kompositionen aus dem Album, das er selbst gemacht hat. Es kommen aber auch fürs Auge ein paar ganz tolle Sachen – ihr müsst also einfach alle kommen!

Harry Rose im echten Leben

Harry Rose im echten Leben

Wie nahe fühlst Du Dich Freddie während der Show?
Harry: Ich weiß natürlich nicht, wie Freddie wirklich war, denn ich habe ihn leider nie persönlich kennengelernt. Aber es gibt diverse Videos von seinen Liveauftritten, die ich mir angeschaut habe und auch ganz viele kleine Filmchen im Internet, wo man ihn auch privat ein bisschen erahnen kann. Letztlich hilft mir außerdem meine Superband in meinem Rücken, dass ich das Gefühl habe: „Boah, das ist der Sound von Queen!“ Ich will Freddie auf der Bühne möglichst authentisch darstellen, und dazu muss ich mich ihm nahe fühlen, ganz klar. Da helfe ich mir auch, indem ich mich verkleide. Und das mache ich selbstverständlich nicht, um Freddie zu veräppeln. Ich hab mit den Jahren immer noch einen draufgelegt, das heißt zu den Klamotten kam irgendwann der Schnauzer, den ich mir ins Gesicht klebe. Und das i-Tüpfelchen sind die Zähne, die ich mir neulich habe machen lassen. Da gibt’s sicher ein paar böse Stimmen, die das als Veräppeln sehen. Aber das Gegenteil ist der Fall. Es ist tatsächlich so, dass ich Freddie dadurch auf der Bühne noch näher komme. Ganz nebenbei macht mir das auch einen riesen Spaß!

Gibt es im Konzert ein paar besondere Überraschungen, die Du uns bereits verraten kannst?
Harry: Wie gesagt, wird sich das neue Programm sehr von der alten „Queen Revival Show“ unterscheiden. Die Show ist einfach mehr auf Freddie zugeschnitten. Es gibt Videoprojektionen, es gibt ein wunderschönes Klaviermedley wo ich allein am Klavier sitze und Freddies schönste Songs spiele – aber so viel will ich gar nicht verraten!

Elke und Harry

Elke und Harry

Harry, herzlichen Dank für das Interview!

Im Frühjahr kommt die Show „A Tribute to Freddie Mercury“ übrigens auch nach München. Am 12. Mai 2012 treten Harry&Co im Circus Krone auf – The Show is going on!

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Über den Autor

Elke Uta Frenzel: Meine große Leidenschaft gilt der Musik: Nach einem Oboen-Studium und Engagements bei verschiedenen Orchestern in ganz Europa habe ich mich ab 2009 parallel dazu als Radiojournalistin ausbilden lassen und ein Studium Musikmanagement und Musikvermittlung absolviert. Bei Kulturgipfel leite ich seit September 2011 den Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.