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	<title>Klassik München</title>
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	<description>Das Klassik- und Kulturportal aus München</description>
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		<title>Das &#8220;Wagner-Virus&#8221; &#8211; Interview mit Pianist Detlev Eisinger</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Apr 2013 09:34:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rebecka</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Pianist und Wagner-Spezialist Detlev Eisinger spricht im Interview über seine Gesprächskonzerte, den "Wagner-Virus" und seine Liebe zur Musik.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/04/Eisinger_1.jpg" rel="lightbox[6102]"><img class="size-medium wp-image-6120 alignleft" alt="Eisinger_1" src="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/04/Eisinger_1-200x300.jpg" width="200" height="300" /></a></strong> Im Interview mit kulturblog münchen spricht Pianist und Wagner-Spezialist <strong>Detlev Eisinger</strong> über die Liebe zu seinem Beruf, das &#8220;Wagner-Virus&#8221; und verrät, wie seine Gesprächskonzerte, die er am <a href="http://www.kulturgipfel.de/index.php/veranstaltung/556/Hubertussaal-Schloss-Nymphenburg-Muenchen-Gespraechskonzert-_br_mit-Detlev-Eisinger" target="_blank">12. Mai</a> und am <a href="http://www.kulturgipfel.de/index.php/veranstaltung/554/Barocksaal-Schloss-Schleissheim-Oberschleissheim-Gespraechskonzert-_br_mit-Detlev-Eisinger" target="_blank">14. September</a> auch in München präsentieren wird, eigentlich entstanden sind.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>kulturblog münchen: Sie begannen im Alter von sieben Jahren mit dem Klavierspiel. Was war ihr Schlüsselerlebnis und wann kam es zu Ihrem Berufswunsch Pianist?</strong><br />
Detlev Eisinger: Die „Initialzündung“ – d. h. die glühende Liebe zur Musik  – wurde durch das Hören der neun Sinfonien und, etwas später, des fünften Klavierkonzerts von Beethoven mit Wilhelm Kempff, damals natürlich noch auf Schallplatte, ausgelöst.  Sofort war der Wunsch da: „Das möchte ich auch einmal spielen!“ Als ich zu meinem damaligen Klavierlehrer Walter Krafft kam, hörte ich dessen Schüler, darunter einen, der besonders begabt war. Ich war ungeheuer beeindruckt und merkte an mir selbst, was mir noch fehlte… Mein Ehrgeiz wurde enorm angestachelt und etwa zwei Jahre später, mit 13,  gab ich meinen ersten Klavierabend. Dieser verlief sehr gut und wurde zu einem motivierenden Erfolgserlebnis für mich, es war sozusagen das „Schlüsselerlebnis“. Vor allem die Tatsache, mit der Musik, die ich spielte, die Menschen zu begeistern, ihre Herzen zu bewegen, war letztlich der ausschlaggebende Faktor, Pianist zu werden: der gegenseitige Austausch, die Kommunikation  zwischen Musiker und Publikum, dieses wunderbare Geben und Nehmen und mit der Musik unter Umständen etwas Wunderbares bewirken zu können, war ein Glücksgefühl, das ich seitdem nicht mehr missen wollte.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Was schätzen Sie an Ihrem Beruf besonders?</strong><br />
Zum einen: sich mit der schönsten Materie der Welt beschäftigen zu dürfen.<br />
Zum anderen: die ständige Herausforderung zu haben, sich immer weiter vervollkommnen zu können (natürlich in dem Wissen, niemals „fertig“ zu sein…) – und damit ständig geistig gefordert zu sein: ein perfektes „Anti-Aging“-Mittel!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Sie haben intensive Konzertreisen im In- und Ausland unternommen und gaben in berühmten Metropolen Europas und anderen Kontinenten Ihr Debüt. Spiegeln sich Ihre Erfahrungen auch in Ihren Interpretationen wieder? Welche Orte haben Sie besonders begeistert?</strong><br />
Ja, bis zu einem gewissen Grade. Durch das viele Reisen lernt man ja zwangsläufig sehr viele unterschiedliche Menschen, Kulturen und Standpunkte kennen, die natürlich bleibende und prägende Eindrücke hinterlassen, was sich im Laufe der Zeit auch im eigenen Reifen widerspiegeln kann und damit auch in der Interpretation eines Stücks.<br />
Die Städte, die mich  besonders begeistert haben, waren, schon aufgrund der ethnischen und kulturellen Vielfalt z. B. Kapstadt und Durban in Südafrika; dann natürlich Paris, Berlin (dort ist es natürlich ein Hochgenuss, in der Philharmonie zu spielen!), nicht zu vergessen das herrliche Wien, das als Musikstadt nach wie vor eine große Bedeutung hat und die Faszination von Bayreuth, das für mich immerhin sieben Jahre lang eine intensive Beschäftigung mit den Bühnenwerken Richard Wagners beinhaltete und meinen musikalisch-geistigen Horizont erheblich erweiterte.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>In Ihrer Kindheit hat Sie eine Aufnahme des 5. Klavierkonzertes von Beethoven begeistert. Welche Komponisten schätzen Sie heute besonders?</strong><br />
Die tiefe, frühere Wertschätzung der großen Komponisten ist selbstverständlich geblieben: Beethoven wird immer einer der „Leitsterne“ meines musikalischen Denkens und Fühlens sein und bleiben, Bach als erhabenes Fundament ist vielleicht die vollendeteste Musik überhaupt, für Pianisten ist natürlich auch Chopin nicht wegzudenken, sehr interessante und spannende Bereicherungen haben mir die Beschäftigung mit Wagner und Skrjabin gebracht. In den letzten Jahren ist meine Liebe zu Schubert immer mehr gewachsen, zusammen mit Bach und Mozart würde er mit Sicherheit zu den Komponisten zählen, die ich auf die berühmte „einsame Insel“ mitnehmen würde…</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Zu Ihrem umfassenden Repertoire gehören die bekannten Werke von Beethoven, Johann Sebastian Bach, Mozart oder auch Chopin. Aber auch von Richard Wagner. Wie sind Sie zu Wagner gekommen?</strong><br />
Schon sehr früh habe ich Konzerte in Bayreuth gegeben und war dort einem gewissen Fachpublikum bekannt. Wagner hat mich schon früher fasziniert. Die tiefere Annäherung und Beschäftigung mit ihm kam aber erst viel später durch ein Konzert in der Villa Wahnfried, also Wagners Wohnhaus. In diesem Konzert spielte ich zum ersten Mal eine größere Gruppe von Bearbeitungen aus seinen Opern. Sogar Wolfang Wagner war anwesend; er schien sehr angetan zu sein &#8211; wäre ich Sänger gewesen, hätte er mich vielleicht engagiert… In den nächsten Jahren spielte ich noch ein paar Mal in Wahnfried, jetzt auch mit einführenden Erläuterungen, und über ein damaliges Mitglied des Richard-Wagner-Verbands, das eines dieser Konzerte gehört hatte, erhielt ich kurze Zeit darauf eine Anfrage, ob ich mir vorstellen könnte, Einführungsvorträge zu den Wagner-Opern für die Bayreuther Festspiele als Klavier-Matineen zu halten. Das war natürlich eine große Herausforderung, die ich aber nach kurzer Bedenkzeit begeistert annahm. Und so hatte auch mich das „Wagner-Virus“ gepackt…Nach einigen Jahren hatte ich mich dann soweit in die Materie eingearbeitet, dass ich imstande war, für alle großen Bühnenwerke des Meisters Einführungen zu geben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/04/Eisinger-Detlev_Klavier_2_72rgb.jpg" rel="lightbox[6102]"><img class="alignright  wp-image-6123" alt="Eisinger, Detlev_Klavier_2_72rgb" src="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/04/Eisinger-Detlev_Klavier_2_72rgb-169x300.jpg" width="169" height="300" /></a>Ihr Konzertprogramm ist nicht gerade ein herkömmliches Konzert, sondern ein Gesprächskonzert. Wie kamen Sie auf diese Idee? Und warum machen Sie Gesprächskonzerte?</strong><br />
Seit vielen Jahren gebe ich Gesprächskonzerte. Der Beginn dieser unkonventionellen Art, zu konzertieren, wurde kurioserweise aus einer Not geboren: mein früherer Lehrer pflegte gelegentlich vor Konzerten mit seinen Schülern ein paar einleitende und erklärende Worte zur Musik zu sagen. An einem dieser Konzerte, das ich damals gab, herrschte ein fürchterliches Schneetreiben (es war ein kalter Wintertag im Dezember). Ich kam gerade noch rechtzeitig vor Konzertbeginn, mein Lehrer blieb allerdings irgendwo im Schnee stecken und kam erst eine halbe Stunde später. Die Veranstalterin drängte mich, zu beginnen, das Publikum wartete bereits… Außerdem war es gewohnt, die musikalischen Erläuterungen zu hören und da mein Lehrer nicht auftauchte, wurde ich gebeten, dies nun stellvertretend für ihn zu übernehmen. Nie zuvor hatte ich in meinem eigenen Konzert gesprochen – und nun sollte ich das von jetzt auf gleich, ohne Vorbereitung, tun! Man kann sich vorstellen, wie nervös ich war… Aber es half nichts, ich musste ins kalte Wasser springen und versuchte, so gut ich konnte, irgendetwas über die Werke, die ich im Programm hatte, zu sagen. Nach anfänglich etwas holprigen Versuchen gelang es mir schließlich doch, spontan etwas Sinnvolles über die Musik und ihre Zusammenhänge zu sagen und erstaunlicherweise war das Publikum sehr angetan und schließlich sogar dankbar über die Informationen, die es von mir bekam. Und  so wurde aus der Not eine Tugend – und mein erstes „Gesprächskonzert“ war geboren…<br />
Als ich entdeckt habe, dass ich ein gewisses Redetalent hatte, machte mir die Sache immer mehr Spaß und ich bemerkte, dass die Menschen durch die einführenden Erläuterungen, die der Musik vorausgingen, plötzlich einen viel besseren und tieferen Zugang zur Musik erhalten, durch das Anspielen von Klangbeispielen viel bewusster auf kleine, oft raffinierte Dinge im Detail, achten und damit das ganze Werk sozusagen „mit anderen Ohren“ zu hören beginnen. Einen zusätzlichen Anreiz versuche ich auch durch Anspielen von Querverbindungen zu anderen Komponisten zu geben – gelegentlich beziehe ich das Publikum hier fragenderweise mit ein oder erzähle etwas aus dem Leben des Komponisten, manchmal auch eine kleine Anekdote, was die Stimmung auflockert. Im Laufe der Zeit wurde mir das Nahebringen der großen Musik mehr und mehr zum Anliegen und ich freue mich bis heute immer wieder, wenn mir die Menschen nach dem Konzert oft bestätigen, dass die Einführungen zum besseren Verständnis der Werke beigetragen hätten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wie sehen Sie die Zukunft der Konzerte klassischer Musik?</strong><br />
Nicht ganz unproblematisch, denn der Altersdurchschnitt bei klassischen Konzerten ist ja meist relativ hoch… Deshalb  ist es meiner Meinung nach sehr wichtig, vor allem die jungen Menschen für die klassische Musik zu begeistern, da  die Kinder und Jugendlichen von heute das Klassik-Publikum von morgen sein sollten. Um dies zu erreichen, kann wiederum die Form der Gesprächskonzerte eine Möglichkeit bieten, um die klassische Musik schmackhafter und attraktiver zu machen. Dahin zielt zumindest meine Hoffnung.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Welche Ratschläge können Sie jungen Pianisten auf den Weg geben?</strong><br />
Werde und sei nur dann Pianist, wenn Du die Musik so dringend brauchst wie die Luft zum Atmen. Wenn Du nur an Deine Karriere denkst und nicht an Deiner musikalischen, geistigen und menschlichen Vervollkommnung arbeitest, wirst Du nur einer unter vielen sein und letztlich nicht wirklich (innerlich) glücklich werden damit.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Was wäre die Welt ohne Musik?</strong><br />
Von Nietzsche stammt der schöne Satz: „Ohne Musik ist das Leben ein Irrtum“. Dem kann man sich eigentlich nur anschließen. Die Welt wäre um ein Vielfaches ärmer, wenn es die Musik nicht gäbe. Würde die Menschheit nur für das Materielle leben, würde sie bald verkümmern…</p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;"><strong><a href="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/04/Nymphenburg.jpg" rel="lightbox[6102]"><img class="alignright size-full wp-image-6138" alt="Nymphenburg" src="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/04/Nymphenburg.jpg" width="200" height="150" /></a>Gesprächskonzert mit Detlev Eisinger</strong></span><br />
<strong>Hubertussaal, Schloss Nymphenburg</strong><br />
<span style="color: #000000;"><a href="http://www.kulturgipfel.de/index.php/veranstaltung/556/Hubertussaal-Schloss-Nymphenburg-Muenchen-Gespraechskonzert-_br_mit-Detlev-Eisinger" target="_blank"><span style="color: #000000;"><strong>12. Mai 2013 &#8211; 19 Uhr</strong></span></a></span></p>
<p style="text-align: justify;">und</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Barocksaal, Schloss Schleißheim<br />
<span style="color: #000000;"><a href="http://www.kulturgipfel.de/index.php/veranstaltung/554/Barocksaal-Schloss-Schleissheim-Oberschleissheim-Gespraechskonzert-_br_mit-Detlev-Eisinger" target="_blank"><span style="color: #000000;">14. September 2013 &#8211; 19 Uhr</span></a></span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">&gt;&gt; Tickets <a href="http://www.kulturgipfel.de/index.php/veranstaltung/556/Hubertussaal-Schloss-Nymphenburg-Muenchen-Gespraechskonzert-_br_mit-Detlev-Eisinger" target="_blank">online</a> oder telefonisch: 089 / 55 96 86 13</p>


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		<title>Alles nur geklaut? &#8211; Starpianist Felix Reuter im Interview</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Apr 2013 08:31:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annika</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Showklassik]]></category>

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		<description><![CDATA[Starpianist Felix Reuter spricht über sein spannendes Programm "Alles nur geklaut? Plagiate in der Musikgeschichte" mit dem er am 01.06. im Münchner Hubertussaal gastiert. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/04/Reuter-Felix_Klavier-_1_72rgb.jpg" rel="lightbox[6063]"><img class="alignright size-medium wp-image-6070" title="Reuter, Felix" alt="" src="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/04/Reuter-Felix_Klavier-_1_72rgb-216x300.jpg" width="216" height="300" /></a>Lachen im klassischen Konzert? Was sonst empörte Blicke oder gar Aufschreie auf sich ziehen würde, das ist bei den Konzerten von <strong>Felix Reuter</strong> ganz normal. Dem Starpianisten gelingt es, bei seinen Showkonzerten eine lockere Atmosphäre zu schaffen, die man sonst bei so vielen klassischen (Klavier-)Konzerten vermisst. <a href="http://www.kulturgipfel.de/index.php/veranstaltung/565/Hubertussaal-Schloss-Nymphenburg-Muenchen-Starpianist-Felix-Reuter" target="_blank"><strong>„Alles nur geklaut – Plagiate in der Musikgeschichte“</strong></a> heißt sein aktuelles Programm, das er am <a href="http://www.kulturgipfel.de/index.php/veranstaltung/565/Hubertussaal-Schloss-Nymphenburg-Muenchen-Starpianist-Felix-Reuter" target="_blank"><strong>01.06.</strong></a> auch auf Schloss Nymphenburg präsentieren und dabei sein Publikum mit wissenswerten Anekdoten zum Beispiel über die Entstehung verschiedener Werke, kleinen Scherzen und natürlich ganz vielen Klangbeispielen begeistern wird.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Plagiate der Klassik – woher stammt die Idee zu diesem spannenden Programm und wie treffen Sie die Auswahl für Ihre Stücke?</strong><br />
Die Idee liegt schon länger zurück. Nach meinem Klavierstudium in Weimar an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ habe ich in verschiedenen Ensembles mitgespielt, und wir waren viel unterwegs. Irgendwann stellte sich mir die Frage, ob es nicht für die Besucher angenehmer wäre, die musikalischen Werke erst kurz vorzustellen, bevor man sie zu Gehör bringt. So gab es bei meinen Solokonzerten immer Anekdoten und Geschichten zu den jeweiligen Komponisten zu hören. Bei Recherchen dazu bemerkte ich zunehmend Ähnlichkeiten und Plagiate von musikalischen Themen in verschiedensten Epochen der Musikgeschichte.  Wie in einem Krimi habe ich dann umfangreiche Untersuchungen angestellt, welche mich nun zum Tournamen „alles nur geklaut  -  Plagiate der Musikgeschichte“ führten. Das spannende war, Falsifikate, also Nachahmungen zu finden, die in der Musik vorkommen, die jeder Zuhörer kennt, aber noch nicht bemerkt hat.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://www.klassik-muenchen.de/backstage/die-konzertrevolution" target="_blank">Innovative Konzertformate</a> boomen momentan ja geradezu – was versprechen sie sich von dem Konzept „Showklassik“?</strong><em><br />
</em>Showklassik ist ja ein weiter Begriff. Musicals zum Beispiel sind ja auch nie aus der Mode gekommen. Es geht um eine Geschichte und um wunderbare Musik und aufwändige Kulissen. Gewöhnlich gehen doch zu klassischen Veranstaltungen eher ältere Gäste. Interessant ist, dass  in meine Konzerte viele jüngere Fans kommen und diese Art der Klassikdarbietung lieben. Wir nutzen natürlich auch aufwändige Technik, um Bilder und Lichtinszenierungen auf die Bühne zu bringen. Rasant und spektakulär gespielte Musik am Flügel ist neben dem Entertainment natürlich der Hauptteil.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/04/Reuter-Felix_Klavier-_2_72rgb.jpg" rel="lightbox[6063]"><img class="alignleft size-medium wp-image-6075" title="Reuter, Felix" alt="" src="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/04/Reuter-Felix_Klavier-_2_72rgb-200x300.jpg" width="154" height="231" /></a>Sie bezeichnen sich selbst auch als Entertainer. Fürchten Sie nicht, dass es auch Kritiker in der klassischen Musikszene gibt, die Sie deshalb nicht ganz ernst nehmen?</strong><br />
Na ja, ich führe als Entertainer durch das Konzert, erzähle dabei von den Komponisten, von der Musik und der Zeit damaliger Komponisten. Was brachte Bach dazu, die berühmte Toccata in d-moll zu schreiben, wie ist die Idee zu Mozarts „Kleiner Nachtmusik“ entstanden. Was sind die Unterschiede zu Smetanas Moldau und dem Kinderlied „Alle meine Entchen“ – nämlich fast keine…  Es ist möglich, sehr spannend und unterhaltend klassische Musik auf hohem Niveau in einem Konzert zu präsentieren. Bisher haben alle Kritiker dies auch so gesehen…</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>„Ernste Musik“ – ist diese Bezeichnung  überhaupt noch angemessen?</strong><br />
Ernste Musik ist ja landläufig das Gegenteil von Unterhaltungsmusik. Zu Bachs oder Mozarts Zeiten hat man zu den Menuetten getanzt, wenn sie aufgeführt wurden. Heute hört man möglichst still zu. Das finde ich manchmal ganz schön überholt. Ich denke, man sollte die Musik nicht nach ernster oder nichternster Musik unterscheiden, sondern den Konzertcharakter. Moderne und sogenannte Neue Musik wird heute gern in kneipenähnlichen Locations aufgeführt, um so mehr Publikum zu bekommen. Ist auch eine Möglichkeit…</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Im Hubertussaal stehen Sie ganz allein auf der Bühne – Sie haben aber ja auch schon Showkonzerte mit großen Orchestern aufgeführt. Wo liegen die Unterschiede und was macht Ihnen persönlich mehr Spaß?</strong><br />
Ja, ich freue mich sehr auf das Konzert im Hubertussaal am 1. Juni. Erstmals werde ich dieses Tourprogramm in München präsentieren. Wir werden die Bühne schick ausgestalten und auch für den visuellen Genuss sorgen. Das Einzigartige an diesem Konzert ist, dass das Publikum mitentscheiden kann, welche Werke aufgeführt werden. Das heißt, Werke von Bach, Gershwin, Mozart, Beethoven, Tschaikowsky, Chopin, Liszt usw. entstehen an jedem Abend neu. Improvisationen darüber lassen daher immer freien Raum für  „Unernsthaftigkeiten“ … Wenn ich mit großen Orchestern gastiere, dann haben wir natürlich immer sehr genau die Reihenfolgen festgelegt, da musikalische Satire mit mehreren Musikern immer aufgeschrieben werden muss. Aber beides hat seinen Reiz.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/04/Starpianist-Felix-Reuter_15x15_72rgb.jpg" rel="lightbox[6063]"><img class="alignright size-medium wp-image-6078" title="Starpianist Felix Reuter" alt="" src="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/04/Starpianist-Felix-Reuter_15x15_72rgb-300x300.jpg" width="180" height="180" /></a>Zielt ihr Programm eher auf Klassik-Neulinge ab, die so spielerisch an Mozart &amp; Co. herangeführt werden? Oder kommen auch viele eingefleischte Klassikliebhaber zu Ihren Konzerten?</strong><br />
Zu meinen Konzerten kommen schon eher die Klassikliebhaber, aber sie bringen häufig auch Gäste mit, die in der Klassik manchmal nicht so heimisch sind. Da muss man einen guten Weg finden, die „Spezialisten“ und die Klassikneulinge gleichermaßen zu begeistern. Wichtig ist, dass man niemals seine Besucher unterfordern darf. Bisher hat das immer gut funktioniert.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wenn Sie privat Musik hören, sind Sie dann auch immer auf der Suche nach neuen „Plagiaten“?</strong><br />
Privat höre ich viel Musik, und vor allem gern Jazzmusik. Im Jazz wird fast nur improvisiert, und ich mache ja ähnliches mit der Klassik. Ein Klavierkonzert beispielsweise kann man ja ohne Orchester nicht spielen, und ich spiele es trotzdem. Ich übernehme zusätzlich die Stimmen der Streicher, der Bläser, und der Flöten, da sonst die Hälfte fehlt. Und dann gibt’s ja mitten in diesen Werken immer noch musikalische Überraschungen. Auf der Suche nach Plagiaten bin ich jederzeit. Manchmal bekomme ich auch Anregungen und Hinweise zu Plagiaten von Besuchern meiner Konzerte.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Was wäre die Welt ohne Musik?</strong><br />
Alle Lebewesen machen Musik. Die Welt ohne Musik wäre tot!</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8212;&#8212;</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>&#8220;Alles nur geklaut? &#8211; Plagiate in der Musikgeschichte&#8221;<br />
am 01. Juni 2013 im Hubertussaal, Schloss Nymphenburg<br />
Tickets <a rel="nofollow" href="http://www.klassik-muenchen.de/goto/online/6063/7" target="_blank">online</a> und telefonisch: 089 / 55 96 86 13<em> </em></strong></p>


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		<title>Leinwandleidenschaften: Vorhang auf für Münchner Kinos</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Apr 2013 11:51:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annika</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kino ist Leidenschaft! Wo man in München am schönsten Filme genießen kann, verraten wir Ihnen ab heute an dieser Stelle - los geht es mit dem Gloria Palast am Stachus.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><span style="color: #808080;"><em> </em></span></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em></p>
<div id="attachment_6035" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/04/Kino_Artikelbild3.jpg" rel="lightbox[5997]"><img class="size-full wp-image-6035" title="© Cineart Marketing GmbH" src="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/04/Kino_Artikelbild3.jpg" alt="© Cineart Marketing GmbH" width="600" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">© Cineart Marketing GmbH</p></div>
<p></em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p style="text-align: right;"><em>„Man geht nicht bloß ins Kino, um sich Filme anzusehen.<br />
Man geht vielmehr ins Kino, um mit zweihundert Menschen zu lachen und zu weinen.“<br />
John Naisbitt (*1930)</em></p>
<p style="text-align: justify;">Wir versinken in den bequemen Sesseln, das Licht wird gedimmt, der Vorhang schwingt zur Seite, die letzten Gespräche verstummen und die ersten Takte des Intros erklingen. Sobald die ersten Bilder über die Leinwand flimmern, vergessen wir alles um uns herum: Alltagsstress, Streitereien, Sorgen, Unzufriedenheit. Wir <strong>tauchen ein in eine andere Welt</strong> und fühlen mit den Protagonisten, leiden und freuen uns  mit ihnen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer erinnert sich nicht an schöne Stunden im Kino, wenn wir uns in den <strong>weichen Kinosesseln</strong> gekringelt haben vor Lachen, Tränchen verdrückt und uns ein Taschentuch vom Sitznachbarn geliehen oder beim <strong>1. Date </strong>schüchtern die Hand der/des Angebeteten gehalten haben?<br />
Kino weckt <strong>Emotionen</strong>, bringt uns zum Nachdenken, zum Lachen und manchmal auch zum Weinen.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber wenn wir ehrlich sind, sehen wir uns Filme viel zu selten im Kino an und warten stattdessen lieber auf die DVD oder Fernsehausstrahlung. Nur <strong>3-4 mal pro Jahr</strong> gehen die Münchner im Schnitt ins Kino – im Vergleich zu 21 Besuchen in den 1950er-Jahren, der Anfangszeit des Kinos, recht wenig.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir wollen wieder Lust machen auf Kino und stellen deshalb die <strong>schönsten Filmtheater in München</strong> vor. Los geht es mit dem traditionsreichen <strong><span style="text-decoration: underline;"><a rel="nofollow" href="http://www.klassik-muenchen.de/goto/Gloria_Palast/5997/2" target="_blank">Gloria Palast</a></span> </strong>am Stachus.</p>
<p style="text-align: justify;">
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_6025" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/04/Gloria_21.jpg" rel="lightbox[5997]"><img class="size-thumbnail wp-image-6025" title="© Cineart Marketing GmbH" src="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/04/Gloria_21-150x150.jpg" alt="© Cineart Marketing GmbH" width="150" height="150" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">© Cineart Marketing GmbH</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Einst von der Grande Dame des deutschen Films, Ilse Kubaschewski, erbaut, zählte das Gloria zu den <strong>glamourösesten Kinos der 1950er Jahre.</strong> Bei unzähligen Filmpremieren gingen sowohl deutsche als auch internationale Stars ein und aus. DIE Attraktion schlechthin waren die <strong>farbigen Wasserspiele </strong>auf der Bühne, bei denen angestrahlte Fontänen einst im Takt einer Orgelmusik tanzten.</p>
<p style="text-align: justify;">Zwar gibt es die heute nicht mehr und auch Premieren finden nur noch selten statt, aber das Gloria gilt noch immer als eines der schönsten Kinos in München.</p>
<p style="text-align: justify;">
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_6022" class="wp-caption alignright" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/04/Gloria_4.jpg" rel="lightbox[5997]"><img class="size-thumbnail wp-image-6022" title="© Cineart Marketing GmbH" src="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/04/Gloria_4-150x150.jpg" alt="© Cineart Marketing GmbH" width="150" height="150" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">© Cineart Marketing GmbH</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Seit Abschluss der viermonatigen Renovierungsarbeiten im Herbst 2012 schmückt es sich sogar mit dem Titel <strong>„Premium-Kino“</strong> – und  das zu Recht: die Gäste werden mit einem <strong>Begrüßungsgetränk</strong> in Empfang genommen, nehmen in <strong>bequemen Ledersitzen mit Fußhockern</strong> Platz und können sich von dort sogar Essen und Getränke bestellen – zumindest bis der Hauptfilm beginnt.<br />
Modernste Technik neben ursprünglichem <strong>50er-Jahre-Flair</strong> runden das perfekte Kinoerlebnis ab – die Umbauarbeiten haben sich gelohnt.</p>
<p style="text-align: justify;">Beim Programm setzt der Betreiber, die <strong>Kinopolis-Gruppe</strong>, zu der übrigens auch das „Mathäser“ in der Bayerstraße gehört, vor allem auf <strong>aktuelle Blockbuster</strong>, es werden aber auch <a rel="nofollow" href="http://www.klassik-muenchen.de/goto/Live_bertragungen_aus_der_Metropolitan_Opera_New_York/5997/5" target="_blank"><strong>Live-Übertragungen aus der Metropolitan Opera New York</strong></a> gezeigt (nächster Termin: „Giulio Cesare in Egitto“ von G.F. Händel, 27.4.13). Das Besondere: es wird versucht, weitgehend auf Werbung zu verzichten, stattdessen werden vor Filmstart etwa Kinotrailer oder ein Kurzfilm gezeigt.</p>
<p style="text-align: justify;">
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_6015" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/04/Gloria_6.jpg" rel="lightbox[5997]"><img class="size-thumbnail wp-image-6015" title="© Cineart Marketing GmbH" src="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/04/Gloria_6-150x150.jpg" alt="© Cineart Marketing GmbH" width="150" height="150" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">© Cineart Marketing GmbH</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Dass dieses Premium-Erlebnis seinen Preis hat, versteht sich wohl von selbst: <strong>stolze 17,50€</strong> kostet ein Platz im Parkett, wer noch exklusiver auf dem Balkon sitzen möchte, zahlt sogar 19,50€. Dafür bekommt der passionierte Kinogänger dann aber auch <strong>großes Kino</strong> in stilvollem Ambiente, edle Gastronomie statt XXL-Popcorn, höchsten Komfort und einen Hauch Exklusivität. Es wird sich zeigen, ob dieses Konzept aufgeht.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir finden: ein ganz <a rel="nofollow" href="http://www.klassik-muenchen.de/goto/besonderes_Geschenk/5997/7" target="_blank"><strong>besonderes Geschenk</strong></a>, um einen einzigartigen Abend zu genießen (vielleicht mit der oder dem Liebsten? <img src='http://www.klassik-muenchen.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />   )</p>


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		<title>Teatime bei Rolls-Royce</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Apr 2013 13:43:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rebecka</dc:creator>
				<category><![CDATA[Home Neueste Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[BMW Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Oldtimer]]></category>
		<category><![CDATA[Rolls Royce Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Rolls-Royce]]></category>
		<category><![CDATA[Strive for perfection]]></category>

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		<description><![CDATA[Er ist die Majestät der Automobile. Wir waren bei der Eröffnung der STRIVE FOR PERFECTION - Ausstellung im BMW- Museum und natürlich "very impressed".]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5938" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/04/RollsRoyceTitel.png" rel="lightbox[5930]"><img class="size-full wp-image-5938" title="RollsRoyceTitel" src="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/04/RollsRoyceTitel.png" alt="" width="600" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">(c) Copyright Rolls-Royce Motor Cars LTD</p></div>
<p style="text-align: justify;">Wo spiegelt sich die angelsächsische Eleganz mehr als im Rückspiegel eines edlen Rolls-Royce? Welche Automarke hat sich bis heute so stark Ihrer Tradition verschrieben? Der Rolls-Royce ist die Rolex der Automobile, die Majestät auf den Straßen der Welt, ein  Statussymbol der Extraklasse und das Sinnbild für britisches Design.<br />
Ziemlich Ladylike kamen wir also zur Eröffnung der Rolls-Royce- Ausstellung im BMW Museum und tauchten ein in die Welt der edlen Luxus Oldtimer, der britischen Dekadenz und in die Geschichte einer Automobilmarke, die wie kaum eine andere königlichen Charme verkörpert.</p>
<div id="attachment_5941" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/04/IMG_0223.jpg" rel="lightbox[5930]"><img class="size-full wp-image-5941 " title="IMG_0223" src="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/04/IMG_0223.jpg" alt="(c) Kulturgipfel GmbH" width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">(c) Kulturgipfel GmbH</p></div>
<p style="text-align: justify;"><strong>A Rolls-Royce is born</strong><br />
Die Anfänge des Unternehmens könnten im Grunde einem Märchenbuch entstammen. Denn die Gründer des Unternehmens konnten unterschied-licher nicht sein. Sir Charles Stewart Rolls stammte aus einem Adelshaus und Frederik Royce war das fünfte Kind eines verarmten Müllers. So genoss der eine seine Schulzeit an der Eliteschule Eton während der andere sich als Zeitungsjunge sein Schulgeld verdienen musste. Was die zwei Männer allerdings gemeinsam hatten, war die Faszination für Automobile und der Hang zur Perfektion. Als sie im Jahre 1904 aufeinander trafen, stellten sie fest, dass ein Wunsch sie miteinander verband: Das perfekte Automobil britischer Herkunft. Es sollte keine zwei Jahre dauern, bis der erste Rolls-Royce Silver Ghost auf den Straßen fährt und als bestes Automobil der Welt Berühmtheit erlangt. Im Laufe ihrer Geschichte hatte das Unternehmen Rolls-Royce Höhen und Tiefen zu überwinden. Zwar stand es immer für qualitativ hochwertige Automobile der Extraklasse, kam aber in den 70er in eine finanzielle Krise, die diverse Übernahmen mit sich brachte.</p>
<div id="attachment_5945" class="wp-caption alignleft" style="width: 313px"><a href="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/04/RollsRoyce2.png" rel="lightbox[5930]"><img class="size-full wp-image-5945 " title="RollsRoyce2" src="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/04/RollsRoyce2.png" alt="(c) Kulturgipfel GmbH" width="303" height="226" /></a><p class="wp-caption-text">(c) Kulturgipfel GmbH</p></div>
<p style="text-align: justify;"><strong>Der Brite und sein deutsches Herz</strong><br />
So schnurrt nun seit 1998 unter der edlen Motorhaube des Briten ein BMW-Motor. Nach Übernahmen von Vickers in den 70ern und später von VW, wurde vor über zehn Jahren Rolls-Royce schließlich ganz vom bayerischen Konzern BMW übernommen. In der Silvesternachtnacht 2003 fand letztendlich die Schlüsselübergabe für den ersten von BMW gebauten Rolls-Royce an seinen neuen Besitzer statt. Mit der Ausstellung möchte der Mutterkonzern BMW diese Fusion feiern und zudem den 150. Geburtstag des Firmengründers Sir Henry Royce würdigen. <strong>Stive for Perfection!</strong> Dieser Anspruch begleitete damals die Gründer des Unternehmens Rolls-Royce und zeigt sich bis heute in den edlen Modellen der Marke.</p>
<div id="attachment_5952" class="wp-caption alignright" style="width: 332px"><a href="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/04/RollsRoyce3.png" rel="lightbox[5930]"><img class="size-medium wp-image-5952 " title="RollsRoyce3" src="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/04/RollsRoyce3-300x225.png" alt="(c) Copyright Rolls-Royce Motor Cars LTD" width="322" height="241" /></a><p class="wp-caption-text">(c) Copyright Rolls-Royce Motor Cars LTD</p></div>
<p><strong>Im Namen der Spirit of Ecstasy</strong><br />
Seit dem 21. März präsentiert BMW nun die edlen Rolls-Royce-Limousinen aus der Zeit von 1907 bis 2012. So konnte wir in der Ausstellung die berühmte Kühlerfigur Spirit of Ecstasy auf den Exponaten der Extraklasse bestaunen. Unter ihnen ist auch der Rolls-Royce 10EX, das wahrscheinlich älteste Konzeptfahrzeug der Automobilgeschichte. Dieses edle Stück wurde 1926 von Sir Henry Rolls entwickelt. Der älteste Rolls-Royce der Ausstellung ist aber ein Silver Ghost aus dem Jahre 1907. In Sachen Technik war das Gefährt damals etwas ganz Besonderes. Angetrieben wurde er von einem Sechszylinder mit sieben Litern Hubraum. Ein absolutes Kraftpaket seiner Zeit. Zudem gelang es den Ingenieuren, die Schwingungen der Kurbelwelle zu reduzieren, welches nicht nur den Verschleiß verringerte, sondern auch für deutlich mehr Fahrkomfort sorgte, da es geschmeidiger fuhr, als andere Fahrzeuge.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit Scheinwerfern in Laternengröße und den massiven Speichenrädern erinnern die Wagen noch sehr an die damaligen Kutschen und brachte uns ins nostalgische Schwärmen. Besonders schön ist das Interieur der Fahrzeuge, die mit Ihren Sitzen wie luxuriöse Sofas wirken und ein Reisen im besonderen Salonambiente vermitteln. Dieses spiegelt sich auch in den neuen Fahrzeugen wie dem New Phantom, denn wer wäre nicht entzückt, in einem Rolls-Royce mit Sternenhimmel chauffiert zu werden?<br />
Besonders ist auch, dass ein Rolls-Royce von reiner Handarbeit und nicht maschinell gefertigt wird. Um ein Fahrzeug fertig zu stellen, werden mehr als 1000 Arbeitsstunden benötigt. Mit welcher handwerklichen Geschicklichkeit und Aufwand die Fahrzeuge und insbesondere das aufwendige Interieur gefertigt werden, zeigten uns die Rolls-Royce Mitarbeiter dann auch gleich vor Ort. An einem langen Tisch wurden die edlen Leder-, Teppich- und Holzmaterialien vorgeführt und gaben uns einen realistischen Einblick in die Handwerkskunst von Rolls-Royce. Die Ausstellung gibt auch umfassende Informationen zu Karosserie- und Fahrzeugbau, Design und Werbung, zeigt eine Fotosammlung und stellt die Geschichte des Unternehmens zur Schau.</p>
<p>Die <strong>Strive for Perfection- Ausstellung</strong> kann noch ein ganzes Jahr im BMW Museum bestaunt werden und ist nicht nur für Technikbegeisterte empfehlenswert. Es ist erstaunlich, wie sich Zeitgeschichte und der besondere Charme des vergangenen Jahrhunderts in den britischen Oldtimer wiederspiegelt und wie viel Leidenschaft und Glamour für das Automobil im Rolls-Royce zu spüren ist.</p>
<div id="attachment_5944" class="wp-caption aligncenter" style="width: 587px"><a href="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/04/RollsRoyceBild1.png" rel="lightbox[5930]"><img class="size-full wp-image-5944 " title="RollsRoyceBild1" src="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/04/RollsRoyceBild1.png" alt="" width="577" height="432" /></a><p class="wp-caption-text">(c) Copyright Rolls-Royce Motor Cars LTD</p></div>


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		<title>Die Konzert-Revolution</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Mar 2013 16:53:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rebecka</dc:creator>
				<category><![CDATA[Backstage]]></category>
		<category><![CDATA[Home Neueste Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[E-Musik]]></category>
		<category><![CDATA[innovative Konzertformate]]></category>
		<category><![CDATA[Junges Publikum]]></category>
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		<category><![CDATA[Publikum]]></category>
		<category><![CDATA[Publikumsnachwuchs]]></category>

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		<description><![CDATA[Konservative Konzertformate ziehen immer weniger Menschen in die Konzerte. Die klassische Musik wird ihren elitären Ruf nicht los und die Konzerhäuser sorgen sich um den Publukumsnachwuchs. Neue Konzertformate sind auf dem Vormasch und sollen jüngeres Publikum emfänglicher für E-Musik machen. Alles reines Marketing-Kalkül oder eine echte Chance für die Kulturlandschaft in Deutschland? ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5893" class="wp-caption aligncenter" style="width: 618px"><a href="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/03/Klassik-auf-Schloss-Schleißheim_6_300rgb.jpg" rel="lightbox[5869]"><img class="size-full wp-image-5893" title="Klassik auf Schloss Schleißheim_6_300rgb" src="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/03/Klassik-auf-Schloss-Schleißheim_6_300rgb.jpg" alt="" width="608" height="244" /></a><p class="wp-caption-text">Klassikkonzerte auf Schloss Schleißheim (c) Kulturgipfel GmbH</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Kurz vor Konzertbeginn. </strong><br />
Nach dem Gong schnappe ich mir meine Eintrittskarte und setze mich auf meinen Platz. Ein älterer Herr im schwarzen Frack betritt die Bühne und schreitet zum schwarzen Flügel, der im angemessenen Dämmerlicht vor sich hin strahlt. Ab jetzt ist klar: für die nächsten 90 Minuten sind sämtliche körperlichen Bewegungen sowie Äußerungen wie Husten, Schniefen oder gar leises Flüstern eine &#8220;schwerwiegende Nötigung“. Ich schaue hinunter und überblicke das Silbermeer von Publikum. Schon beim Betreten des Konzerthauses hatte ich das Gefühl, den Altersdurchschnitt um ein Vielfaches gesenkt zu haben. Alle Anwesenden bilden den Gegenpol der heutigen medial überfluteten Generation- meiner Generation. Sie zeigen noch Interesse an ernster Musik während sich alle anderen von der Unterhaltungsmusik berauschen lassen und keinen Sinn mehr für wahre Kunst zeigen. Während sich nun der Pianist in seiner Virtuosität entfaltet, entfaltet sich bei mir ein Gefühl des Beschämenden, des Unwohlseins und auch der Langeweile. Geht es nur mir so?<br />
Das Konzert ist vorbei. Es wurde an den richtigen Stellen applaudiert, alle trumpfen im anschließenden Smalltalk als überwältigende Kenner der klassischen Musik auf und in der Zeitung taucht eine nette Kritik auf.<br />
Der Pianist wird nicht umsonst gelobt. Sein Spiel war fantastisch, sein Ausdruck hingebungsvoll und seine Technik brillant. Das musikalische Niveau war hoch, aber mein bitterer Nachgeschmack bleibt. Mir wurde deutlich, wie stark sich die E-Musik von der Gesamtbevölkerung abhebt. So sehr, dass sie für viele Menschen nicht mehr gehört wird.</p>
<p><strong>Die E-Musik auf dem Prüfstand</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Dieses Konzerterlebnis war für mich ein Paradebeispiel, weshalb die Konzerthäuser den Publikumsnachwuchs zu fürchten haben. Schon allein die Bezeichnung Ernste Musik halte ich für absolut unpassend. Natürlich nehme ich die Werke Beethovens ernst und auch die Werke Bachs sind Meisterwerke, die ernst zu nehmende Wertschätzung verdienen. Doch rechtfertigt dies, dass Mann und Frau starr und reglos auf ihren Sitzplätzen zu sitzen haben? Das ein konservatives Konzert wie ein Kirchengang mit veralteten Regeln und Ritualen praktiziert werden muss? War das schon immer so? So wurde beispielsweise zu Lebzeiten Mozarts zur Musik auch erzählt, gelacht, getanzt und jeder durfte sich frei im Raum bewegen. Menuette, Courante, oder Gigue – sämtliche Tänze gehörten zum Musikrepertoire jeder Party auf Schlössern und Burgen. Bestimmte Gattungen wurden auch an entsprechenden Örtlichkeiten aufgeführt. Heute werden alle klassischen Werke einheitlich aufgeführt.</p>
<p style="text-align: justify;">Um die Zukunft der Konzert- und Opernhäuser zu sichern, muss die E-Musik auch mehr in die Mitte der Gesellschaft rücken. Es lässt sich zwar nicht verleugnen, dass die klassische Musik seit jeher auch nicht die Absicht hatte, je in der gesellschaftlichen Mitte zu sein, denn auch vor 200 Jahren war die Oper nur der oberen Schicht zugänglich. Doch damals war es Absicht, die Ständeordnung wünschte diese Trennung. Heute &#8211; ohne offizielle Ständeordnung, ist die klassische Musik im Prinzip für alle zugänglich. Der elitäre Touch ist aber geblieben und das Publikum der E-Musik stirbt den Konzerthäusern weg.<br />
Diese Tatsache und diese konservativen Konzertpraktiken sind für mich ein „ernst“ zu nehmendes Problem. Klassische Musik kann jeder verstehen: Sie lieben, sich von ihr emotional berühren, mitreißen und berauschen lassen. Die Musik zu ändern ist nicht notwendig und sogar fatal. Doch ihr Zugang sollte kreativer sein und Barrieren sollten abgebaut werden.</p>
<div id="attachment_5874" class="wp-caption alignleft" style="width: 207px"><a href="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/03/01_PODIUM_360-Grad_c_Oran_Greier1.jpg" rel="lightbox[5869]"><img class="size-full wp-image-5874" title="01_PODIUM_360 Grad_c_Oran_Greier" src="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/03/01_PODIUM_360-Grad_c_Oran_Greier1.jpg" alt="" width="197" height="299" /></a><p class="wp-caption-text">PODIUM 360 Grad (c) Oran Greier</p></div>
<p><strong>Die E-Musik bek</strong><strong>ommt neue</strong><strong> Kleider </strong></p>
<p>Mittlerweile tut sich auch was in der Kulturlandschaft. Um dem Publikumsschwund entgegenzuwirken wird zunehmend auf Publikumsnachwuchs gesetzt. Mit Kinderkonzerten, Jugendprojekten und Bildungsinitiativen soll die Jugend von heute zum stetigen Kulturkonsumierenden von morgen erzogen werden.<br />
Die Bühnen werden in verschiedenen Farben eingetaucht, die Location bekommt mehr Aufmerksamkeit- Der Konzertbesucher soll das Konzert erleben.<br />
<em>David Garrett, 2 Cellos, Red Bull- Flying Steps</em> machen es vor und helfen mit ihrem Mix aus Pop, Show und Klassik, Barrieren zur klassischen Musik abzubauen.<br />
Das Duo <em>Igudesman &amp; Joo</em> schafft einen Spagat zwischen Comedy und klassischer Musik und begeistert weltweit Klassik-Fans und diejenige, die vielleicht zum ersten Mal eine echte Geige oder ein Klavier hören.<br />
Besonders hervorzuheben ist auch das junge europäische Musikfestival <em>PODIUM</em> in Esslingen, welches Kammermusikkonzerte in Diskotheken veranstaltet oder das Publikum auf Gymnastikbällen sitzen lässt. Die<em> Jungen Symphoniker </em>aus Hamburg veranstalten eine Orchesterkaraoke, die um 22 Uhr beginnt und oft bis in die Morgenstunden dauert. Das Publikum wird zum Mitmachen animiert. Auf dem Programm stehen meist Klassiker der Popgeschichte und Mutige dürfen Ihr Debüt auf der Bühne geben. Es wird gelacht, getratscht, gegessen, gesungen und geknutscht. Ein Konzert als Erlebnis. Unter dem Slogan <em>classic meets electronic</em> aus der Reihe <em>tonhalleLATE</em> trifft in der Tonhalle Zürich das klassisches Orchester auf DJs und schafft eine Brücke zwischen klassischer Musik und Party-Lounge Atmosphäre.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>E-Musik 3.0</strong></p>
<div id="attachment_5873" class="wp-caption alignright" style="width: 358px"><a href="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/03/tonhalleLatecluca_antonazzo_tillate.com_.jpg" rel="lightbox[5869]"><img class="size-full wp-image-5873" title="tonhalleLate (c)luca antonazzo tillate.com" src="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/03/tonhalleLatecluca_antonazzo_tillate.com_.jpg" alt="" width="348" height="231" /></a><p class="wp-caption-text">tonhalleLate (c) Luca Antonazzo</p></div>
<p>Die Konzerthäuser müssen und sollen Berührungsängste abbauen und kreativ in Ihrer Musikvermittlung werden. Aber sie sollten auch als Institution ansprechender werden. Das beginnt bei einer ansprechenden Präsenz im Internet und sozialen Netzwerken, beinhaltet ästhetische Konzertformate und endet mit einem Ambiente, wo man sich willkommen fühlt. Auch neue Locations, etwas noch nie Dagewesenes und Konzerte, die aus ihrer Routine ausbrechen, sind interessant, attraktiv und sorgen für entsprechenden Nachklang bei der Bevölkerung. All dies, ohne dem musikalischen Werk ihre Besonderheit zu nehmen. Es ist eine Gradwanderung zwischen ernster, kreativer Musikvermittlung und zwanghafter Anpassung an dem biederen Zeitgeist.</p>
<p>Schaffen es die Konzerthäuser und Kulturinstitutionen diesen Wandel als Chance und nicht als unabwendbare Notwendigkeit zu sehen, ist es möglich, dass neue Konzepte nicht als reines Marketing-Muss abgestempelt werden, sondern auch ernst genommen werden.</p>


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		<title>Nah dran: Lebenswerk-Echo für Hannes Wader</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Mar 2013 17:14:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annika</dc:creator>
				<category><![CDATA[Home Kulturgipfel News]]></category>
		<category><![CDATA[Portraits]]></category>
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		<category><![CDATA[Carl-Orff-Saal]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Phono-Akademie]]></category>
		<category><![CDATA[Echo]]></category>
		<category><![CDATA[gasteig]]></category>
		<category><![CDATA[Hannes Wader]]></category>
		<category><![CDATA[Konstantin Wecker]]></category>
		<category><![CDATA[Liedermacher]]></category>
		<category><![CDATA[Nah dran]]></category>

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		<description><![CDATA[Hannes Wader ist eine Legende - für sein Lebenswerk wird der deutsche Liedermacher jetzt mit dem Echo ausgezeichnet.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5849" class="wp-caption alignleft" style="width: 204px"><a href="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/03/Hannes-Wader_Foto-Erik-Weiss_1_72rgb.jpg" rel="lightbox[5848]"><img class="size-medium wp-image-5849" title="© Erik Weiss" src="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/03/Hannes-Wader_Foto-Erik-Weiss_1_72rgb-231x300.jpg" alt="© Erik Weiss" width="194" height="252" /></a><p class="wp-caption-text">© Erik Weiss</p></div>
<p><strong>Hannes Wader</strong> ist eine Legende, der Volkssänger, der politische Mensch, dessen Texte eine ganze Ära geprägt haben.<br />
Lieder wie <em>Heute hier, morgen dort</em> – wer kennt sie nicht?</p>
<p style="text-align: justify;">Für sein Lebenswerk wird der Liedermacher jetzt mit dem Echo ausgezeichnet. Die <strong>Deutsche Phono-Akademie</strong>, das Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie, ehrt ihn &#8220;als großen Liedermacher, der die Entwicklung des deutschsprachigen Liedes seit den 60er Jahren nachhaltig und beispielhaft geprägt hat&#8221;.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Dazu BVMI-Geschäftsführer Dr. Florian Drücke: &#8220;Hannes Wader ist ein <strong>Künstler mit Ecken und Kanten</strong>, der der deutschen Gesellschaft immer wieder den Spiegel vorgehalten hat. Seit Jahrzehnten spricht er in seinen Liedern Dinge an, die möglicherweise ungesagt geblieben wären: Hannes Wader spricht vielen Menschen aus dem Herzen. Seine enorme musikalische und lyrische Qualität, seine ungeheure Bandbreite im Spannungsfeld von Politik und Poesie, Protestsong und Liebeslied machen Hannes Wader zu einer <strong>singulären Persönlichkeit</strong> in der deutschen Musiklandschaft – und mittlerweile auch zu einer <strong>künstlerischen Inspirationsquelle</strong> für jüngere Musikergenerationen.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">Der 70-Jährige wird bei der Verleihung des <strong>wichtigsten  deutschen Musikpreises</strong> am Donnerstag in Berlin zusammen mit den Toten  Hosen seinen Klassiker „Heute hier, morgen dort“ spielen. Waders  bekanntestes Stück erschien 1972 auf seinem Album „7 Lieder“.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Hannes Wader wurde 1942 in der Nähe von Bielefeld geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Nach seinem Abitur begann er zunächst eine Lehre als Dekorateur in einem Schuhgeschäft, hatte jedoch nie Freude an seinem Beruf und begann, erste Schritte als Musiker zu unternehmen. Er erlernte in dieser Zeit verschiedene Instrumente wie Gitarre, Mandoline oder Klarinette und trat in zahlreichen Bars und Lokalen auf.</p>
<div id="attachment_5859" class="wp-caption alignright" style="width: 191px"><a href="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/03/Hannes-Wader_Foto-Erik-Weiss_2_72rgb.jpg" rel="lightbox[5848]"><img class="size-medium wp-image-5859 " title="© Erik Weiss" src="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/03/Hannes-Wader_Foto-Erik-Weiss_2_72rgb-226x300.jpg" alt="© Erik Weiss" width="181" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">© Erik Weiss</p></div>
<p>Während seines anschließenden Grafikstudiums an der heutigen Universität der Künste in Berlin traf er erstmals auf den <strong>französischen Chansonnier Georges Brassens</strong>, dessen Musik eine der wichtigsten Inspirationsquellen für Waders erste Werke darstellte.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Ein Auftritt beim &#8220;Burg Waldeck Festival&#8221; machte ihn über Nacht in der deutschen Liedermacherszene bekannt und es folgten zahlreiche Auftritte gemeinsam mit <strong>Konstantin Wecker</strong> in West-Berlins Clubszene. Witzig: Wegen des relativ kleinen Repertoires übersetzten Wader und Wecker viele Lieder einfach ins Französische und spielten sie zweimal <img src='http://www.klassik-muenchen.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">1969 erschien dann das erste Album ‚<em>Hannes Wader singt…</em>‘, das schon damals zahlreiche bissige, sozialkritische Texte enthielt, die charakteristisch für den Liedermacher werden sollten und viel zu seiner musikalischen Identität beitrugen. Obwohl er sich anfangs nicht als <strong>politischer Liedermacher</strong> verstand, wurde Wader in den 1970er Jahren wegen seiner provokanten Texte zu einem Star in der links-alternativen Szene. Kurios ist auch seine Verhaftung, nachdem er unwissentlich der RAF-Terroristin Gudrun Ensslin seine Wohnung überlassen hatte, um auf Europareise zu gehen. Seine sozialistische Gesinnung wurde von den Medien durchaus kritisch gesehen und teilweise auch mit einem weitgehenden Boykott quittiert.<br />
Trotzdem sind es eben diese Lieder, die im Gedächtnis bleiben, die den „Soundtrack“  zu dieser Zeit geliefert haben und die Waders Popularität ausmachen.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Kurz nach seinem 70. Geburtstag im Juni 2012 veröffentlichte Hannes Wader nun – nach sechs Jahren – eine CD mit neuen Liedern: <strong>Nah dran </strong></p>
<p>Mit diesem neuen Album beweist Hannes Wader, dass er wie immer auf der  Höhe der Zeit ist und weiter seinen eigenen Weg geht – mit Liedern  voller <strong>Wortwitz und Ironie</strong>, die halten werden und von denen man manche  nie mehr vergisst.<br />
Live zu erleben ist Wader am<strong> <a href="http://www.kulturgipfel.de/index.php/veranstaltung/560/Carl-Orff-Saal-Gasteig-Muenchen-Hannes-Wader" target="_blank">19. April 2013</a></strong> um 20:00 Uhr auch im <strong>Carl-Orff-Saal</strong> in München. Auf seinem Konzert wird er neben bekannten und vertrauten Liedern hauptsächlich Titel aus seinem Album „Nah dran“ vorstellen.<strong> <a href="http://www.kulturgipfel.de/index.php/veranstaltung/560/Carl-Orff-Saal-Gasteig-Muenchen-Hannes-Wader" target="_blank">Restkarten sind noch erhältlich.</a></strong></p>


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		<title>Es wird Frühling – München geht stiften!</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Mar 2013 07:45:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annika</dc:creator>
				<category><![CDATA[Home Kulturgipfel News]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur & Management]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturstiftung]]></category>
		<category><![CDATA[Münchner Kultur GmbH]]></category>
		<category><![CDATA[MünchnerStiftungsFrühling]]></category>
		<category><![CDATA[Ralf Gabriel]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen München]]></category>

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		<description><![CDATA[Rund 200 Stiftungen aus München und Umgebung präsentieren sich beim MünchnerStiftungsFrühling 2013 mit zahlreichen Aktionen, Vorträgen, Workshops und Konzerten und stellen ihre Arbeitsweise vor.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_5804" class="wp-caption alignleft" style="width: 354px"><a href="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/03/MSF_Logo.jpg" rel="lightbox[5802]"><img class="size-full wp-image-5804 " title="© Münchner Kultur GmbH" src="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/03/MSF_Logo.jpg" alt="© Münchner Kultur GmbH" width="344" height="172" /></a><p class="wp-caption-text">© Münchner Kultur GmbH</p></div>
<p style="text-align: justify;">Auch wenn der meteorologische Frühling momentan wieder pausiert – der <a rel="nofollow" href="http://www.klassik-muenchen.de/goto/M_nchnerStiftungsFr_hling/5802/2" target="_blank"><strong>MünchnerStiftungsFrühling</strong></a> steht in den Startlöchern – bestimmt haben Sie die Plakate, die mit bunten Blumen und Origami-Schmetterlingen ein bisschen Frühlingsflair verbreiten, schon irgendwo in der Stadt entdeckt. Vom <strong>15. bis 22. März</strong> heißt es dann für eine Woche lang: München geht stiften!</p>
<p style="text-align: justify;">Rund <strong>200 Stiftungen</strong> aus den Bereichen Soziales und Bildung, Umwelt und Internationales, Wissenschaft/Gesundheit/Sport  und natürlich Kunst und Kultur gewähren einen spannenden Blick hinter die Kulissen – mit einem <strong>abwechslungsreichen Programm</strong> von Workshops bis zu Konzerten.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Alltag oft unbemerkt, vermitteln die Stiftungen – egal ob bekannte, wie die Hypo-Kulturstiftung oder kleinere Projekte wie die Stiftung Federkiel, die sich für zeitgenössische Kunst- und Kulturprojekte engagiert – einen Eindruck davon, welch <strong>tragende Rolle</strong> sie für das gesellschaftliche Zusammenleben spielen.</p>
<div id="attachment_5819" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/03/SchmetterlingGelborange.png" rel="lightbox[5802]"><img class="size-thumbnail wp-image-5819 " title="© Münchner Kultur GmbH" src="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/03/SchmetterlingGelborange-150x150.png" alt="© Münchner Kultur GmbH" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">© Münchner Kultur GmbH</p></div>
<p style="text-align: justify;">Als zentraler Informationsort dient der „Meeting Point“, das Museum <strong>„Sammlung Cafe Luitpold“</strong> im Palmengarten in der Brienner Straße. Hier können sich Besucher über Stiftungsaktivitäten informieren und austauschen – und sich natürlich im angrenzenden Café Luitpold stärken <img src='http://www.klassik-muenchen.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: justify;">Daneben existieren die sogenannten <strong>Themen-Inseln</strong>, die mehrere Stiftungen aus einem Bereich bündeln und mit zahlreichen Infoständen und Vorträgen einen Eindruck der jeweiligen Aufgabengebiete und Arbeitsweisen der Stiftungen vermitteln. Im Bereich Kunst und Kultur findet dieses Angebot am 18. März im Künstlerhaus am Lenbachplatz statt.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Stadtsparkasse München, die auch als Hauptsponsor auftritt, vermittelt hier für Interessierte außerdem Grundlagen des Stiftungs-KnowHows: wie errichte ich eine eigene Stiftung und wie manage ich sie erfolgreich?</p>
<p style="text-align: justify;">
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_5811" class="wp-caption alignleft" style="width: 220px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/03/BlumenOrigami.png" rel="lightbox[5802]"><img class="size-medium wp-image-5811 " title="© Münchner Kultur GmbH" src="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/03/BlumenOrigami-210x300.png" alt="© Münchner Kultur GmbH" width="210" height="300" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">© Münchner Kultur GmbH</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Zahlreiche Konzerte verdeutlichen die Aktivität von Stiftungen im kulturellen Bereich:<br />
Mozarts <strong>„Zauberflöte“</strong> in der einstündigen Taschenbuch-Fassung für große und kleine Opernneulinge und –kenner oder Rossinis Oper <strong>„La Cenerentola“</strong> – in Ausschnitten präsentiert von sechs Solisten und Piano – im Künstlerhaus. Außerdem  stellen sich Nachwuchskünstler der Münchner Musikhochschule vor und auch die<strong> taschenphilharmonie </strong>– „das kleinste Sinfonieorchester der Welt“ – begeistert mit ihrer Konzertreihe „Große Musik für kleine Hörer“.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch welche Bedeutung kann man Stiftungen im Kultursektor eigentlich beimessen? <strong>In Zeiten leerer Kassen gelten Stiftungen oft als „Allheilmittel“ der Kulturpolitik. Aber können Stiftungen ausgleichen, was bislang öffentliche Aufgaben sind? </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ralf Gabriel</strong>, Geschäftsführer der  Münchner Kultur GmbH und <strong>Mitinitiator des Stiftungsfrühlings</strong>, antwortet uns dazu:</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">„Stiftungen sollen keinesfalls Pflichtaufgaben der öffentlichen Hand ersetzen, oder auch die Unternehmer-Verantwortung z.B. beim Kultursponsoring erübrigen. Die Gefahr muss aufgezeigt werden, dass die Gesellschaft und auch Private sich nicht zurücklehnen und argumentieren, für die schönen oder &#8220;wünschenswerten&#8221; Dinge können sich ja Stiftungen engagieren. Das wäre kontraproduktiv. Da müssen Stiftungen klar Grenzen ziehen. Ihre Leistungsfähigkeit würde eindeutig überstrapaziert, würden sie sich hinreißen lassen für Stadt oder Staat den Rettungsanker spielen zu wollen.“</p>
<p style="text-align: justify;">
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_5816" class="wp-caption alignright" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/03/SchmetterlingHellgruen.png" rel="lightbox[5802]"><img class="size-thumbnail wp-image-5816 " title="© Münchner Kultur GmbH" src="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/03/SchmetterlingHellgruen-150x150.png" alt="© Münchner Kultur GmbH" width="150" height="150" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">© Münchner Kultur GmbH</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Anders als die Politik sind Stiftungen unabhängig von Wählern, sie können weitestgehend autonom handeln und müssen über ihre Arbeit keine Rechenschaft ablegen &#8211; sehen Sie das als Chance oder eher als Gefahr?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Was Stiftungen können &#8211; und das ist klar eine Chance &#8211; ist, in Einzelfällen <strong>Mut zu machen</strong>, auch mal mit einem Projekt ein Wagnis eingehen, im Erfolgsfall damit ein Vorbild sein, das zeigt, was alles möglich ist, wenn man es nur zulässt. Und wenn mal was schiefgeht, ist es auch verkraftbar. Da eine Stiftung im Rahmen ihres Zweckes autark ist und nicht dem Mainstream und dem breiten Geschmack unterworfen werden muss, kann auch mal was ausprobiert werden, was als <strong>belebende Hefe auch im Kulturbetrieb</strong> wirken kann. Beim <strong>MünchnerStiftungsFrühling</strong> machen wir solche best practice-Beispiele für die Besucher auch erlebbar.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Wer sich über diese spannenden Themen näher informieren will, der kann das natürlich bei einer der zahlreichen Veranstaltungen tun: Das umfangreiche Programmheft, mit dem Sie Ihren &#8220;Frühling&#8221; planen können, gibt es <a rel="nofollow" href="http://www.klassik-muenchen.de/goto/hier_zum_Download/5802/6" target="_blank">hier zum Download</a>.<strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><br />
MünchnerStiftungsFrühling<br />
15. &#8211; 22. März 2013</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wir hoffen, dass sich bis dahin auch das Wetter wieder von seiner frühlingshaften Seite zeigt <img src='http://www.klassik-muenchen.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /><br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify;">


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		<title>“Man wächst letztlich an sich selbst” – Teil zwei des Interviews mit Jakob Spahn</title>
		<link>http://www.klassik-muenchen.de/portraits/interview-mit-jakob-spahn-teil-zwei</link>
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		<pubDate>Thu, 07 Mar 2013 16:27:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Home Kulturgipfel News]]></category>
		<category><![CDATA[Portraits]]></category>
		<category><![CDATA[ARD-Wettbewerb]]></category>
		<category><![CDATA[Bayerische Staatsoper]]></category>
		<category><![CDATA[Cello]]></category>
		<category><![CDATA[Grün-Weiß Luitpoldpark Tennis]]></category>
		<category><![CDATA[Jakob Spahn]]></category>
		<category><![CDATA[Solo-Cellist]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.klassik-muenchen.de/?p=5784</guid>
		<description><![CDATA[In Teil zwei des Interviews mit Jakob Spahn, Solo-Cellist der Bayerischen Staatsoper und Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe, geht es um Herausforderungen, Wettbewerbe und Zukunftsmusik.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/03/DSC_0356.jpg" rel="lightbox[5784]"><img class="alignleft size-large wp-image-5791" title="DSC_0356" src="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/03/DSC_0356-684x1024.jpg" alt="" width="172" height="258" /></a>Jakob Spahn ist Solo-Cellist der Bayerischen Staatsoper und Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe (u.a. ARD-Wettbewerb). Im ersten Teil des Interviews sprach er mit<em> kulturblog münchen</em> über seine ersten musikalischen Schritte, Lehrer, Motivation und die beiden Städte München und Berlin. In der Fortsetzung des Interviews geht es um Herausforderungen, Wettbewerbe und Zukunftsmusik.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Was ist es für ein Gefühl, auf der Bühne zu stehen?</strong><br />
Es ist eine unmittelbare und große Selbsterfahrung. Sie besteht für mich aus zwei Dingen: Man lernt sich zum Einen selber kennen und merkt außerdem, wie man auf andere Leute reagiert. Umgekehrt erreicht man natürlich auch eine Reaktion vom Publikum; das ist Kommunikation pur. Aber am spannendsten finde ich diese besondere Herausforderung, dass man etwas erarbeitet und dann auf der Bühne schaut, wie man es umsetzt und was dabei mit einem selbst passiert. Man spürt seine Grenzen oder geht auch manchmal über sie hinaus – man wächst letztlich an sich selbst.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wenn du dich der Herausforderung dann stellst und auf die Bühne gehst, hast du da ein Ritual, z.B. dass du vor dem Auftritt nochmal kurz meditierst oder in dich gehst?</strong><br />
Also das „in-sich-gehen“ und „aus-sich-heraus-spielen“ ist meiner Ansicht nach sowieso das Allerwichtigste, weil man immer nur aus seinem Inneren heraus seine Qualitäten abrufen kann. Das heißt, ohne sich vorher nicht wirklich gesammelt zu haben, ist es glaube ich gar nicht möglich, richtig Musik zu machen. Man muss wirklich alles was man hat, bündeln, um richtig ausdrucksvoll musizieren zu können. Ich spüre mich und mein Instrument – das mache ich auf jeden Fall immer bevor ich ein Konzert spiele. Aber es ist jetzt nicht so, dass ich mich vor dem Konzert stundenlang irgendwo still hinsetze <em>(lacht)</em>!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Richtig gut gebündelt hast du das ja auch 2010, als du den Sonderpreis der Alice Rosner Foundation beim ARD-Wettbewerb gewonnen hast. Wie hast du den Wettbewerb erlebt?</strong><a href="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/03/1.jpg" rel="lightbox[5784]"><img class="alignright size-medium wp-image-5788" title="Jakob Spahn" src="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/03/1-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><br />
Der ARD-Wettbewerb ist ein riesengroßer und renommierter Wettbewerb mit wahnsinnig vielen tollen Teilnehmern auf einem ausnahmslos sehr hohen Niveau. Schon allein die Teilnahme war für mich eine wertvolle Erfahrung. Und dass ich dann noch so weit gekommen bin und dann auch einen Preis gewonnen habe, das war ein absolut tolles Erlebnis: zu merken, dass man über sich hinauswachsen kann und das man manchmal auf der Bühne etwas herstellen kann, was man vorher gar nicht für möglich gehalten hat. Oft ist es auch ein bisschen Glückssache; man braucht eben auch Glück, um Erfolg zu haben! Und es ist eben schön, wenn man für die Arbeit, die man investiert hat, auch was zurückkriegt. Preise – egal ob beim ARD-Wettbewerb oder auch an anderer Stelle – sind eine tolle Sache. Aber ich finde, sie sind nicht das das Einzige, um das es gehen sollte. Es kommt doch vor allem auf die innere Einstellung an und das Vertrauen in sich selbst, das man bei diesen Wettbewerben gewinnt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Aber dadurch, dass du diesen Preis in München gewonnen hast, hast du da nicht auch ein bisschen Vertrauen mit in dieses Probespiel an der Staatsoper hinein genommen?</strong><br />
Absolut! München war wie gesagt für mich immer ein gutes Pflaster, ich habe auch lange Jahre eine Freundin in München gehabt, war gerne und oft hier und habe diese Stadt immer schon geliebt. Und dieses Vertrauen, dieses Wohlfühlen, das hilft natürlich auch bei einem Probespiel.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lehn dich zurück, schließe die Augen – du hast drei Wünsche frei.</strong><br />
Ich wünsche mir, dass ich die Musik weiterhin so gut in mein Leben einbinden kann. Also einerseits als Orchestermusiker an diesem wunderbaren Haus anspruchsvolle Literatur zu spielen und andererseits ist es meine absolute Wunschvorstellung, mein eigenes Festival zu haben. Ich möchte dabei eigene Konzepte entwerfen, und mit Freunden auf hohem Niveau musizieren. So lerne ich wieder anderes Repertoire kennen und trete außerdem durch die Musik in Verbindung mit anderen Menschen. Außerdem wünsche ich mir, dass ich das hoffentlich immer mit viel Freude und Energie mache und nie in Routine erstarre.</p>


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		<title>Streichinstrumente und Bögen zum Anfassen</title>
		<link>http://www.klassik-muenchen.de/portraits/interview-mit-bogenbaumeister-markus-woerz</link>
		<comments>http://www.klassik-muenchen.de/portraits/interview-mit-bogenbaumeister-markus-woerz#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 Feb 2013 16:59:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Home Kulturgipfel News]]></category>
		<category><![CDATA[Portraits]]></category>
		<category><![CDATA[Geigenbau]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Münchner Geigentage]]></category>
		<category><![CDATA[Vivaldi]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.klassik-muenchen.de/?p=5729</guid>
		<description><![CDATA[Interview mit dem Bogenbaumeister Markus Wörz über seinen spannenden Beruf, verschiedene Bögen und die Münchner Geigentage 2013]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es ist ein Handwerk von höchster Kunstfertigkeit und eine über 500 Jahre alte Tradition in München: der <strong>Geigenbau</strong>. Dieser sonst eher verborgenen Tätigkeit ist derzeit die Ausstellung <a href="www.muenchner-geigentage.de" target="_blank"><strong>„Münchner Geigentage 2013“</strong></a> <strong> </strong>in der Sammlung Musik im <strong>Stadtmuseum</strong> gewidmet.</p>
<p style="text-align: justify;">Noch bis zum 10. März 2013 kann man dort <strong>zeitgenössische Streichinstrumente</strong> selbst spielen, anfassen und ausprobieren. Allerdings stellen nicht nur Geigenbauer ihre Geigen, Bratschen und Celli aus, sondern es gibt auch einige <strong>Bogenbauer</strong>. Zu diesem wirklich außergewöhnlichen Beruf hat uns Bogenbaumeister <a href="www.woerzbogen.de" target="_blank"><strong>Markus Wörz</strong></a><strong> </strong>spannende Details verraten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><br />
Herr Wörz, wie kam es, dass Sie Bogenbauer geworden sind?</strong><br />
Nach meiner Geigenbauerlehre war ich für viereinhalb Jahre in Paris – dort bin ich als Geselle untergekommen und habe dann im Laufe des Aufenthaltes den Beruf gewechselt, vom Geigenbauer zum Bogenbauer. Denn was Cremona für den Geigenbau ist, ist Paris für den Bogenbau.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das heißt, Geigenbauer und Bogenbauer sind zwei komplett verschiedene Berufe?</strong><br />
Es sind zwei völlig verschiedene Berufe – von der Lehre und auch von der anschließenden Meisterprüfung her.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Warum haben Sie denn gewechselt, was gefällt Ihnen am Beruf des Bogenbauers besser?</strong><br />
Ich bin ein ungeduldiger Mensch – und Reparaturen im Geigenbaubereich dauern immer viel, viel länger als im Bogenbaubereich <em>(lacht)</em>!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong> Was erfordert beim Bogenbau das meiste Fingerspitzengefühl?</strong><br />
Zum einen das Gefühl für die Steifigkeit, das Gewicht und die Flexibilität bei der Herstellung einer Bogenstange. Zum anderen das genaue Wissen, wie viele Haare man in welcher Länge man auf einen Bogen aufziehen muss, damit er richtig klingt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><img class="alignleft" title="Bogenhaare" alt="" src="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/02/Bogenbau_Haare.jpg" width="277" height="229" />Was sind denn das für Haare, die auf einen Bogen aufgezogen werden? Immer noch Pferdehaare wie früher oder stellt man die mittlerweile künstlich her?</strong><br />
Meines Wissens gibt es keine künstlichen Haare; es sind nach wie vor – wie noch vor ungefähr 300 Jahren – Pferdehaare vom Hengst. Diese Pferde sind aber nicht hier aus Europa, sondern sie stammen hauptsächlich aus Kanada oder aus Sibirien, manchmal auch Japan. Das Entscheidende dabei ist, dass die Pferde in einem kalten Klima aufwachsen. Pferdehaare aus den kalten Regionen sind um einiges dünner und daher widerstandsfähiger – äquivalent zu Bäumen aus höher gelegenen Regionen etwa, bei denen die Jahresringe viel enger gewachsen sind. Genau diese Eigenschaft der Haare ist später für den richtigen Klang ausschlaggebend.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das heiß, es kommt also mehr darauf an, wo die Pferde herkommen, oder spielt auch die Rasse eine Rolle?</strong><br />
Auch die Rasse spielt eine große Rolle: Die Haare sollten weiß und nicht gebleicht sein, am besten sind die vom Schimmelhengst. Gebleichte Haare sind chemisch behandelt und somit klanglicher weniger effizient.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Es gibt aber auch Bögen mit schwarzen Haaren, ziemlich große Bögen sogar. Was hat es denn damit auf sich?</strong><br />
Es handelt sich hierbei um Bassbögen, also Bögen für Kontrabässe. Diese sind ganz häufig mit schwarzen Haaren bezogen. Schwarze Haare sind nämlich rauer und wenn der Bass im Jazz-Bereich eingesetzt wird, dann sind schwarze Haare oft klanglich sinnvoller.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Was hat es für einen Effekt, wenn diese Haare rauer sind, beeinflusst das den Klang?</strong><br />
Der Klang ist tatsächlich anders, nämlich viel kratziger.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Davon abgesehen, dass ein Bogen für einen Kontrabass größer ist als einer für eine Geige, gibt es noch weitere Unterschiede?</strong><br />
Die Menge der Haare ist anders. Basssaiten sind schwerer und länger und brauchen zudem viel mehr Energie um zum Schwingen gebracht zu werden.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Es gibt also für jedes Instrument den passenden Bogen. Aber könnte man – zur Not – mit einem Cellobogen auch Geige spielen?</strong><br />
Ja, durchaus – aber mit Schwierigkeiten. Cellobögen wiegen 20 Gramm mehr als Geigenbögen und lassen sich einfach nicht so agil um die Saiten bewegen. Sie sind einfach zu schwer.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Gibt es denn auch spezielle Bögen für Kinder?</strong><br />
Genauso wie es auch Instrumente für Kinder gibt – eingeteilt in Bruchteile: halbe Geigen, Dreiviertelgeigen, Viertel- und Achtelgeigen und ganz besonders goldige Zweiunddreißigstelgeigen – gibt es auch dazu passende Bögen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Sagt man eigentlich bespannen, wenn ein Geigenbogen neue Haare braucht?</strong><br />
Man spricht in diesem Fall von behaaren.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Was genau sind die Anzeichen dafür, dass ein Bogen neu behaart werden muss?</strong><br />
Die Behaarung eines Bogens nutzt sich ab, genauso wie Autoreifen. Irgendwann sind die Haare so dünn gerieben, dass sie reißen. Wenn das passiert, ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass die Haare abgespielt sind. Es hängt davon ab, wie viel gespielt wird: Leute die ihr Geld mit dem Instrument verdienen, haben einen Turnus von etwa zwei bis vier Monaten, das bedeutet drei bis sechs Behaarungen pro Jahr. Jeder, der weniger spielt, hat einen entsprechend längeren Turnus. <img class="alignright" title="Bogenbauer Markus Wörz" alt="" src="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/02/Bogenbau_Ausprobieren.jpg" width="302" height="327" /></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wenn Sie so einen Bogen dann fertig gestellt haben und dieser dann ausprobiert werden kann, gibt es denn dann ein Stück, das Sie immer spielen um diesen Bogen dann auf Herz und Nieren zu prüfen?<br />
</strong>Nein – es gibt kein spezielles Stück. Der Bogen wird in langen Strichen geprüft. Er wird in seinem Sprungverhalten geprüft und er wird letztlich auf meiner eigenen Geige in einem mir bekannten Raum auf Klang geprüft. Verschiede Bögen klingen nämlich auch verschieden auf einem einzigen Instrument.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Was ist eigentlich schlimmer – ein schlechter Bogen oder eine schlechte Geige?</strong><br />
Der Klang, den ein Streichinstrument erzeugt, gründet sich auf drei Elemente: Den Menschen, das Instrument und den Bogen. Man kann mit einem guten Bogen ein besseres Ergebnis erzielen, aber wenn die Geige nicht funktioniert, richtet auch der beste Bogen nichts mehr aus.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Und wenn der Spieler nicht gut ist, dann nützen das beste Instrument und der beste Bogen nichts?</strong><br />
Wenn der Spieler im Umkehrschluss einfach den perfekten Klang erzeugen kann, dann ist es eigentlich egal, was nun derjenige an Instrument und Bogen in der Hand hält. Dazu gibt es eine nette Geschichte. Der große russische Cellist Mstislav Rostropovich hatte einmal einen Schüler und dieser Schüler sagte zu ihm: „Wie soll ich denn den Klang erzeugen, den Sie erzeugen, wenn ich nicht das Instrument habe, welches Sie haben?“ Daraufhin nahm sich Mstislav Rostropovich das Instrument des Schülers, spielte darauf und es klang einfach fantastisch. „Sehen Sie“, hat er dann gesagt, „es ist nicht das Instrument, es ist der Mensch, der klingt.“</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><img class="alignleft" title="Geigentage" alt="" src="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/02/Bogenbau_Geigentage.jpg" width="335" height="142" />Derzeit läuft eine Ausstellung von Streichinstrumenten im Münchner Stadtmuseum – nämlich die <a href="www.muenchner-geigentage.de" target="_blank">Münchner Geigentage 2013</a>. Was gibt es dort alles zu sehen?</strong><br />
Bei dieser Ausstellung sind eine gute Anzahl von Geigen- und vier Bogenbauer vertreten. Es handelt sich dabei um Geigen- und Bogenmacher allesamt aus München oder dem S-Bahn-Einzugsbereich und diese stellen gemeinsam ihre neuen Instrumente aus. Auf dieser Ausstellung kann jeder die Instrumente und Bögen ausprobieren und entscheiden, welcher Klang für ihn der Passende ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Und Sie treffen wir da auch?</strong><br />
Ja – mich treffen Sie da auch <em>(lacht)</em>.</p>
<p style="text-align: justify;">Übrigens: Wenn er nicht gerade auf der Geigenausstellung ist, findet man <strong>Markus Wörz</strong> in seiner <a href="www.woerzbogen.de" target="_blank"><strong>Meisterwerkstatt in der Kreittmayrstrasse 17</strong></a>.<br />
Und wer Geigenbögen – mitsamt Instrument und Spieler – in Aktion erleben möchte, dem empfehlen wir die Konzerte mit einem der bekanntesten Werke für Streicher: <strong>„Die vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi:<br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="nofollow" href="http://www.klassik-muenchen.de/goto/27_04_2013_im_Hubertussaal_Schloss_Nymphenburg/5729/5" target="_blank">27.04.2013 im Hubertussaal, Schloss Nymphenburg</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="nofollow" href="http://www.klassik-muenchen.de/goto/11_05_2013_im_Barocksaal_Schloss_Schlei_heim/5729/6" target="_blank">11.05.2013 im Barocksaal, Schloss Schleißheim</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="nofollow" href="http://www.klassik-muenchen.de/goto/13_08_2013_im_Brunnenhof_der_Residenz/5729/7" target="_blank">13.08.2013 im Brunnenhof der Residenz</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.kulturgipfel.de/index.php/veranstaltung/589/Barocksaal-Schloss-Schleissheim-Oberschleissheim-Vivaldi-Die--vier-Jahreszeiten" target="_blank">15.09.2013 im Barocksaal, Schloss Schleißheim</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.kulturgipfel.de/index.php/veranstaltung/588/Hubertussaal-Schloss-Nymphenburg-Muenchen-Vivaldi-Die-vier-Jahreszeiten" target="_blank">13.10.2013</a> und <a href="http://www.kulturgipfel.de/index.php/veranstaltung/590/Hubertussaal-Schloss-Nymphenburg-Muenchen-Vivaldi-Die-vier-Jahreszeiten" target="_blank">30.11.2013 im Hubertussaal, Schloss Nymphenburg</a></p>


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		<title>Rückblick: Antigone von Sophokles im Johannissaal</title>
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		<comments>http://www.klassik-muenchen.de/konzerte-und-veranstaltungen/antigone-von-sophokles#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 Feb 2013 17:17:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annika</dc:creator>
				<category><![CDATA[Home Kulturgipfel News]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[creActor]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Tobias Maehler]]></category>

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		<description><![CDATA[Kritik von Daniel Keienburg zur Premiere der Aufführung von Sophokles' Antigone mit dem Projekt creActor im Johannissaal.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><!--[if gte mso 9]><xml> <w:WordDocument> <w:View>Normal</w:View> <w:Zoom>0</w:Zoom> <w:TrackMoves /> <w:TrackFormatting /> <w:HyphenationZone>21</w:HyphenationZone> <w:PunctuationKerning /> <w:ValidateAgainstSchemas /> <w:SaveIfXMLInvalid>false</w:SaveIfXMLInvalid> <w:IgnoreMixedContent>false</w:IgnoreMixedContent> <w:AlwaysShowPlaceholderText>false</w:AlwaysShowPlaceholderText> <w:DoNotPromoteQF /> <w:LidThemeOther>DE</w:LidThemeOther> <w:LidThemeAsian>X-NONE</w:LidThemeAsian> <w:LidThemeComplexScript>X-NONE</w:LidThemeComplexScript> <w:Compatibility> <w:BreakWrappedTables /> <w:SnapToGridInCell /> <w:WrapTextWithPunct /> <w:UseAsianBreakRules /> <w:DontGrowAutofit /> <w:SplitPgBreakAndParaMark /> <w:DontVertAlignCellWithSp /> <w:DontBreakConstrainedForcedTables /> <w:DontVertAlignInTxbx /> <w:Word11KerningPairs /> <w:CachedColBalance /> </w:Compatibility> <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4</w:BrowserLevel> <m:mathPr> <m:mathFont m:val="Cambria Math" /> <m:brkBin m:val="before" /> <m:brkBinSub m:val="&#45;-" /> <m:smallFrac m:val="off" /> <m:dispDef /> <m:lMargin m:val="0" /> <m:rMargin m:val="0" /> <m:defJc m:val="centerGroup" /> <m:wrapIndent m:val="1440" /> <m:intLim m:val="subSup" /> <m:naryLim m:val="undOvr" /> </m:mathPr></w:WordDocument> </xml><![endif]--></p>
<p style="text-align: left;"><strong><span style="font-family: &amp;amp;amp;"> </span></strong><span style="font-size: 11.0pt; font-family: &amp;amp;amp; color: black;"> </span></p>
<div id="attachment_5674" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/02/Antigone_Artikelbild.jpg" rel="lightbox[5654]"><img class="size-full wp-image-5674" title="Antigone_Artikelbild" src="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/02/Antigone_Artikelbild.jpg" alt="© Stephan Wagner" width="600" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">© Stephan Wagner</p></div>
<h2 style="text-align: left;"><strong>Die Kraft der Worte und ihre Konsequenzen</strong></h2>
<p>von Daniel Keienburg</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: justify;">Irrt der Mensch, solange er strebt? Oder gibt es die ultimative Gewissheit, genau zu erkennen, was richtig und was falsch ist? <strong>Sophokles&#8217; Tragödie Antigone</strong> lebt vom Mut zum Widerspruch und seinen Konsequenzen sowie dem Konflikt zwischen Moral, Gerechtigkeit und Gesetz. Den antiken Stoff präsentiert Regisseur <a href="http://www.klassik-muenchen.de/backstage/schiller-lesung" target="_blank"><strong>Tobias Maehler</strong></a> in München in einer ursprünglichen, reinen Form. Der Text, sein Gewicht, seine Bedeutung und Wirkung stehen im Vordergrund der Inszenierung, die am 2. Februar 2013 im Johannissaal von Schloss Nymphenburg Premiere feierte.</p>
<p style="text-align: justify;">Antigone erzählt die Geschichte eines unlösbaren Konflikts. Zwei starre Positionen stehen sich gegenüber:</p>
<p style="text-align: justify;">
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_5678" class="wp-caption alignright" style="width: 250px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/02/Antigone3.jpg" rel="lightbox[5654]"><img class="size-medium wp-image-5678   " title="Antigone" src="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/02/Antigone3-300x199.jpg" alt="© Stephan Wagner" width="240" height="159" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">© Stephan Wagner</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Auf der einen Seite<strong> Kreon</strong>, ein starker,machtbesessener König, der autoritär das Gesetz verkörpert und es über jede Moralvorstellung stellt. Er alleinentscheidet, was richtig und was falsch ist. Im Falle des getöteten Polyneikes, der die Stadt Theben angriff, verweigert Kreon ihm ein Begräbnis. Auf der anderen Seite steht ebenso willensstark <strong>Antigone</strong>, die mutig Widerstand leistet, sich über das von Kreon erlassene Gesetz hinwegsetzt und ihren gefallenen Bruder würdevoll bestattet.</p>
<p style="text-align: justify;">Einlenken, die eigene Haltung reflektieren und innehalten zum Nachdenken: So könnte dieser Konflikt gelöst werden. Doch weder Kreon noch Antigone sind dazu bereit: Sie stehen als Beispiele einer <strong>egoistischen Grundhaltung.</strong> Kreon verantwortet mit seiner Tyrannei das Leid. Er verurteilt die Schwiegertochter zum Tode, treibt damit den Sohn und die Ehefrau in den Selbstmord und beginnt sein Handeln erst zu hinterfragen, als es zu spät ist. Doch auch Antigone ist nicht nur Opfer. Sie stellt ihren individuellen Standpunkt über das geltende Gesetz. Auch sie fühlt und denkt erst einmal nur für sich, indem sie ihre eigene Schwester verstößt, weil sie gegen ihren Plan ist. Wer nicht dafür ist, ist dagegen. Punkt. So einfach – so brutal – so zeitlos. Ein Grund, warum die Jahrhunderte alte Tragödie bis ins scheinbar so aufgeklärte 21. Jahrhundert <strong>enorme Sprengkraft</strong> hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Regisseur <strong>Tobias Maehler</strong> will, dass die Zuschauer die Bedeutung des Textes selbst erkennen, sich mit den Worten auseinandersetzen. Keine spektakulären Regieeinfälle, kein Brimborium sollen stören. Mit seinem 2007 gestarteten <strong>Projekt creActor</strong> möchte er dem inhaltlichen und klanglichen Gestus der Sprache wieder mehr Raum verschaffen und so den Versuch unternehmen, direkt und unmittelbar der Brisanz großer Texte gerecht zu werden. Eine <strong>enorme Herausforderung</strong> für Schauspieler und Publikum.</p>
<p style="text-align: justify;">
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_5689" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/02/Antigone2.jpg" rel="lightbox[5654]"><img class="size-medium wp-image-5689" title="Antigone2" src="http://www.klassik-muenchen.de/wp-content/uploads/2013/02/Antigone2-300x197.jpg" alt="© Stephan Wagner" width="300" height="197" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">© Stephan Wagner</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Maehler verlegt die Handlung seiner Antigone auf eine kahle Bühne. Ohne Schnürboden, fast ohne szenische Details oder Accessoires wirken die Figuren im sternförmig um das Podium ausgerichteten Zuschauerraum wie aus ihrem historischen Umfeld herausgeschnitten. Hautnah erleben die Zuschauer das Spiel, die Kraft der Worte und der Dialoge. Auf- und Abgang der handelnden Personen ist zwischen dem Publikum, den Chor der Ältesten sprechen die Akteure gar hinter den Sitzreihen aus dem Off. So wird der Besucher Teil der sehr kurzweiligen Vorstellung.</p>
<p style="text-align: justify;">Nur vier Schauspieler teilen sich die neun Rollen. Die zwei jungen <strong>creActor-Stipendiatinnen</strong> Mirjana Milosavljević und Liza Tzschirner werden dabei von den erfahrenen Kollegen <strong>Tobias Maehler</strong> und <strong>Peter Kaghanovitch</strong> ideal ergänzt. Letzterer stieß als Gast erst kurz vor der Aufführung zum Ensemble und gibt einen<strong> stimmgewaltigen Kreon</strong>, dem Liza Tzschirner mit <strong>jugendlichem Elan und viel Körpereinsatz</strong> eine fast schon übermütige Antigone gegenüberstellt. Sie ist sich der Konsequenzen ihres Handeln voll bewusst, geht selbstbewusst und erhobenen Hauptes ihrem Tod entgegen.</p>
<p style="text-align: justify;">Konzentriert folgt das Premierenpublikum den bewegenden Worten, die rhetorisch geschliffen und raffiniert in der Wechselrede eine<strong> lautlose Spannung</strong> erzeugen. Kaum ein Räuspern oder Husten ist zu hören. Knapp eineinhalb Stunden Sprechtheater vergehen wie im Flug. Das Wagnis, den historischen Text an sich wirken zu lassen, geht auf.</p>
<p style="text-align: justify;">Insgesamt überzeugt creActors <strong>„Antigone“</strong> mit einer genau <strong>durchdachten, bewegenden Inszenierung</strong>, die zum Nachdenken anregt. Die Premierenbesucher sind begeistert: Riesenbeifall für alle Beteiligten.</p>
<p class="MsoNormal"><span style="mso-fareast-font-family: &amp;amp;amp;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="mso-fareast-font-family: &amp;amp;amp;"> </span></p>
<p><!--[if gte mso 9]><xml> <w:LatentStyles DefLockedState="false" DefUnhideWhenUsed="true"   DefSemiHidden="true" DefQFormat="false" DefPriority="99"   LatentStyleCount="267"> <w:LsdException Locked="false" Priority="0" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" QFormat="true" Name="Normal" /> <w:LsdException Locked="false" Priority="9" SemiHidden="false"    UnhideWhenUsed="false" QFormat="true" Name="heading 1" /> <w:LsdException Locked="false" Priority="9" QFormat="true" Name="heading 2" /> <w:LsdException Locked="false" Priority="9" QFormat="true" Name="heading 3" /> <w:LsdException Locked="false" Priority="9" QFormat="true" Name="heading 4" /> <w:LsdException Locked="false" Priority="9" QFormat="true" Name="heading 5" /> <w:LsdException Locked="false" Priority="9" QFormat="true" Name="heading 6" /> <w:LsdException Locked="false" Priority="9" QFormat="true" Name="heading 7" /> <w:LsdException Locked="false" Priority="9" QFormat="true" Name="heading 8" /> <w:LsdException 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