„Komm’ ich jetzt ins Fernsehen?“ Der BR filmt Hanna!

Dass eine Bachelorarbeit nicht nur Bücher wälzen und Fragebögen auswerten bedeutet, sondern auch zu einer Fernsehkarriere führen kann, hätte ich auch nicht gedacht. Doch plötzlich sitze ich mehr oder weniger kompetent vor einer BR-Kamera. Aber von vorne:

Der Bayerische Rundfunk berichtet in einer Sendung über die Studiengänge aus dem Bereich Kultur. Ist man daran interessiert sein Studium der Kultur zu widmen hat man u.a. die Wahl zwischen Kulturwissenschaft, Kulturwirtschaft oder Kulturmanagement, wofür ich mich entschieden habe. Aufgrund dessen wurde ich von dem Bayerischen Rundfunk zu meinem Studium befragt und gefilmt. Dieses Interview fand während einer Veranstaltung von Kulturgipfel statt, einem Konzert der Band „Basta“ im Brunnenhof der Münchner Residenz. Ich erzählte von meiner Tätigkeit bei Kulturgipfel, warum ich meine Bachelorarbeit bei dem Konzertveranstalter schreibe, was die Beweggründe für das Studium waren und wie ich meine Zukunftsaussichten einschätze.

Nach meinem Interview, das direkt im Innenhof der Residenz aufgezeichnet wurde, begleitete mich das internationale BR-Team, bestehend aus der holländischen Regisseurin Saskya Kamphuis, dem rumänischen Kameramann Sorin Dragoi und dem bayerischen Assistenten Christian Mayrhöfer, den Abend über und filmte mich während meines Abendkassendienstes.

Dies war meine erste Fernseherfahrung und ich habe Einblicke in das aufwendige Fernsehbusiness erhalten. Aufwendig deswegen, weil für einen Beitrag von zehn Minuten ca. 80 Minuten Filmmaterial gedreht wurde. Aber nicht nur das war sehr aufwendig. Viele Details, an die ich nicht annähernd gedacht habe, mussten beachtet werden.

So saß ich zwar bereits in der richtigen Pose, musste doch auf den Startschuss noch warten, da vor der Aufzeichnung noch einiges arrangiert werden musste: Die Leute, die im Bild saßen wurden umgesetzt, der Mülleimer wurde weggetragen, die Fahrradfahrer vorbeigeschickt und nachdem schließlich auch der Ton eingestellt war, konnte es losgehen.
Nach dem Interview war für mich die Sache erledigt, jedoch mussten Passagen wiederholt werden, da die Hintergrundgeräusche, wie z.B. Vogelgezwitscher, Flugzeuglärm, entferntes Kirchengeläute etc. zu laut waren. Ich habe keines dieser Geräusche wahrgenommen, aber die Experten vom BR und somit wiederholten wir manches!

Im Laufe des Abends filmte mich das BR Team immer mal wieder. Nach anfänglichen Zweifeln bzw. Fernsehängsten, vertraute ich dem Team, denn schließlich sind ja Profis am Werk! Auch als das kleine schwarze angesteckte Mikrofon gegen ein großes mich verfolgendes Puschel-Mikrofon getauscht wurde, dachte ich mir nur: Die wissen schon, was sie tun! Das Ergebnis ist am 25. Oktober um 16 Uhr im BR- alpha zu sehen! Wer weiß, vielleicht ist das erst der Beginn einer großen Fernsehkarriere!

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