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“Das Publikum will mitgenommen werden!”
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Da Blechhauf’n
August 21st, 2012
„Da Blechhauf’n“ ist viel mehr als eine herkömmliche Blaskapelle! Die sieben jungen Musiker machen hingebungsvoll Blasmusik und bei den Melodien bedienen sie sich weltweit bei den verschiedensten Stilen. Dabei sind sie weder Balkanbeatbläser noch Freejazz-Verein, nicht mexikanische Mundmusiker oder Volksmusikverliebte: Sie selber bezeichnen sich als Ansammlung des Materials ihrer Instrumente – als Blechhaufen. Das spielt allerdings gar nicht auf eine etwaige Unordnung in den Konzerten des Ensembles an, vielmehr ist es ein Hinweis auf die selbstironischen und mit einer gehörigen Portion Humor gewürzten Auftritte der charmanten Burschen aus dem Burgenland. Fein aufeinander abgestimmt präsentieren die exzellenten Musiker ein absolut nonkonformistisches und immer wieder überraschendes Repertoire, musikalisch wie theatralisch!
Wir haben die Jungs zu ihrem neuen Album, dem neuen Video und natürlich auch zur Tour befragt:
Was sind eure musikalischen Vorbilder? Wer hat euch zu eurer Musik inspiriert?
Wir haben vor ungefähr 12 Jahren unser erstes Konzert gespielt. Zuvor war es ein freies ungezwungenes musizieren in diversen Gaststätten und Heurigen. Da wir alle aus der traditionellen Blasmusik kommen, war es uns auch ein Anliegen diese Musik in einer kleineren Formation wiederzugeben. Wir versuchten immer wieder zu experimentieren. Dabei sollte sich die Musik in jede Art von Musikrichtung verändern. Bis wir eben unsern Stil gefunden hatten. Ein Mix aus Tradition vermischt mit Klassik, Weltmusik, und einem Hauch von Jazz.
Ihr habt ja ein neues Video gedreht. Wie war der Dreh?
Eine coole Sache. Wir haben in Berlin gedreht, wo wir gleichzeitig 3 Konzerte gespielt haben. Das Ganze war also mitunter sehr anstrengend. Da wir aber ein super Team hatten war alles halb so schlimm. Ein Musikvideo in dieser Art zu drehen war auch für uns Neuland. Fotos vom Dreh gibt es auf unserer Homepage www.blechhaufn.at
Um was geht’s in eurem Video?
Die Idee zum Video stammt von Philipp Eichholtz www.fhpictures.de
Es sollte ein Musikvideo parallel zur neuen CD „On the Road“ werden. Beim Titel „Ghostriders in the Sky“ waren wir uns sehr schnell einig. Die „Blechrocker“ wachen nach einer durchzechten Nacht irgendwo mitten in Berlin auf. Keine Ahnung wo sie sich befinden, ziehen sie durch die Straßen, wo sich sehr schnell Leute finden und mit ihnen tanzend weiterziehen. Egal ob es sich dabei um einen Bauarbeiter, einen Edelmann oder um eine Prostituierte handelt. Alle sind vom Blechvirus infiziert und feiern gemeinsam mit einer 90 Jährigen Oma und einer stehen gelassenen Braut, bis sie an eine Kreuzung kommen die sie überqueren wollen. Nach einem kurzen fragenden Blick vom Tubisten nach rechts und links, ob die Straße frei ist, überquert er diese. Just in dem Moment wird er von einem Auto überrollt. Als ob nicht passiert wäre löst sich der Zug auf und jeder geht seinen Weg.
Es gibt ja nun auch ein neues Album von euch und passend dazu die Tour „On the Road“. Wir sind natürlich ganz gespannt.
Das Album gibt es seit Anfang dieses Jahres. Es ist wieder eine Mischung aus Tradition und Modernem. Gleichzeitig soll es das neue Programm „On the Road“ widerspiegeln. Auch wir freuen uns auf das Konzert im Westpark!
Was habt ihr alles in euer Programm gepackt? Was erwartet uns?
Wir wollen natürlich nicht zu viel verraten, aber so viel sei gesagt: Wir sind on the Road. Ständig begleitet von Radio Dauerwelle. Einem sprechenden Navi, das uns in die Irre führt. Ein Autounfall. Diverse kleinere Polizeidelikte. Und und und …
Dabei wird der „Österreichische Schmäh“ nicht zu kurz kommen. Lasst euch überraschen.
On the Road…das ist ja ein ganz besonderes Lebensgefühl. Was bedeutet on the road zu sein für euch?
Da wir sehr viel unterwegs sind verbringen wir eben auch sehr viel Zeit miteinander. Sei es im Auto, Flieger oder im Zug. Wir wollten dieses Unterwegssein und was da alles so passiert wenn man gemeinsam durch die Lande zieht im neuen Programm festhalten.
Wie integriert ihr dieses Gefühl in eure Musik, bzw. in das Programm?
Es ist einfach die musikalische Freiheit die wir uns nehmen. Wir versuchen immer wieder zu experimentieren. Auch im aktuellen Programm haben wir wieder sehr viele Geres miteinander vermischt. Wobei der bekannte Blechhaufn-Stil immer gleich bleibt – was uns sehr wichtig ist.
Wir freuen uns auf euch am Sonntag den 26.08.2012 im Westpark. Da Blechhauf’n: On the Road! Tickets gibt es wie immer bei uns auf www.kulturgipfel.de, telefonisch unter 089/55968613 oder an der Abendkasse.
Happy Birthday Gelbes Heft
Juli 13th, 20122012: Das offizielle Monatsprogramm München wird 60
Seit 1952 erscheint das „Offizielle Monatsprogramm München mit Vorschau und Hotelverzeichnis“. Seitdem ist das „Gelbe Heft“, wie der Veranstaltungskalender umgangssprachlich auch genannt wird, die Institution für Termine und Veranstaltungen in der Landeshauptstadt und im großen Einzugsgebiet.
Das Monatsprogramm setzt auf reine Information. Auf über 240 Seiten stellt das offizielle Monatsprogramm kurz und übersichtlich die Veranstaltungen dar, unterteilt nach Kategorien wie Theater, Kabarett, Konzerte, Ausstellungen, Clubs, Veranstaltungen im Umland und Veranstaltungen für Kinder. Durch die umfangreiche Vorschau auf die kommenden Monate kann man sich auch weit im Voraus über wichtige Events informieren
Ergänzt werden die Veranstaltungshinweise durch nützliche Tipps und Informationen zu wichtigen Einrichtungen in München, zum Kartenvorverkauf und ähnliches. Der integrierte farbige Magazinteil, der ausgewählte Veranstaltungstipps zu den Highlights des jeweiligen Monats gibt, rundet das Info-Angebot ab. Durch das handliche Format lässt sich der Kalender bequem in die Tasche stecken und die Münchner und die Besucher der Stadt sind immer und überall auf dem Laufenden, was es im Großraum München an kulturellen, sportlichen und sonstigen Freizeitangeboten gibt.
Das Veranstaltungsportal München
Heute wird vor allem online nach kulturellen und anderen Freizeitangeboten gesucht, was für das offizielle Monatsprogramm bedeutet, dass es auch online aktiv werden muss. Mit dem Slogan „München geht online!“ ist das Veranstaltungsportal München unter www.muenchen-online.de gestartet.
Auf der Seite sind alle Veranstaltungen in München zu finden. Unter dem Slogan „München geht online“ wurde daher ein Portal geschaffen, das exklusiv und allumfassend Veranstaltungen und Termine in München und Umgebung präsentiert. In Abstimmung mit der Stadt München ist das Veranstaltungsportal München unter der Domain www.muenchen-online.de beheimatet.
In kürzester Zeit hat sich die Veranstaltungsplattform bei uns Münchnern und den Besuchern der Stadt als Informationsquelle für den Großraum München bestens etabliert. Die umfangreiche Veranstaltungsdatenbank, die über Jahrzehnte vom Offiziellen Monatsprogramm München („Das gelbe Heft“) auf- und ausgebaut wurde und immer noch Schritt für Schritt erweitert wird, enthält für jeden Geschmack das richtige Angebot. Von Theater und Konzerten über Vorträge, Flohmärkte und Partys bis hin zum aktuellen Kinoprogramm und der Club- und Hallenszene – hier wird jeder User fündig; und Tickets für die gewünschte Veranstaltung können dann direkt über das Portal gebucht werden.
Das Veranstaltungsportal und das Offizielle Monatsprogramm München ergänzen sich hervorragend. Denn während das Onlineportal den Vorteil bietet, immer topaktuell und ausführlich zu sein, geht doch vielen nichts über ein handliches Heft, auf dem schwarz auf weiß – oder wie in diesem Fall treffender formuliert: schwarz auf gelb – alle wichtigen Informationen zu finden sind.
Im Oktober 2012 wird das einjährige Bestehen gefeiert und auch die Macher sind vom Erfolg ein klein wenig überrascht, dass Münchens neues Veranstaltungsportal binnen kurzer Zeit in vielerlei Hinsicht unverzichtbar geworden ist.
Wir gratulieren!
Weltkusstag
Juli 6th, 2012
Heute ist der Weltkusstag. Ich habe meine Kolleginnen heute schon mit Luftküssen begrüßt und plötzlich lag auf vielen Lippen ein Lächeln. Und das ganz ohne Körperkontakt. Das Küssen ist schon eine schöne Sache. Es bringt Freude, ist überaus gesund und macht schön. Vielleicht ist Küssen die schönste Nebensache der Welt. Darum gibt es auch den Welttag des Kusses.
Laut einer Umfrage der gfk küssen die Deutschen am liebsten mit Gefühl. Den perfekten Kuss gibt es nur, wenn man sein Gegenüber auch lieb hat. Das Küssen ist also eine sehr emotionale Sache, obwohl es natürlich die verschiedensten Arten des Kusses gibt. Am liebsten natürlich der Kuss unter Liebenden, aber auch der Kuss zwischen Freunden oder Verwandten, meistens dann Küsschen oder Bussi genannt. Natürlich kennt auch jeden den sozialistischen Bruderkuss. Küsse gibt es also überall, in jedem Land und jeder Zeit.
Vor allen Dingen ist Küssen auch sehr gesund. Es stärkt das Herz und das Immunsystem. Je nachdem wie intensiv so ein Kuss ausfällt können über 30 Muskeln an dem Vorgang beteiligt sein. Ein richtiges Gesichtsworkout also. Und natürlich werden viele Hormone ausgeschüttet, die uns glücklich machen.
Der Kuss spielt nicht nur im echten Leben, sondern auch in der Musik eine große Rolle. Als ich noch klein war, liebte ich die Gruppe Prinzen über alles. Und „Küssen verboten“ fand ich einfach sensationell. Meine Schwester und ich können den Text immer noch auswendig und küssen fanden wir damals sowieso nur eklig. Wenn man älter wird ändert sich diese Einstellung natürlich und Küssen ist nicht mehr verboten, doch dramatisch bleibt es allemal.
Die Prinzen und der Pop sind ja der U-Musik zuzurechnen, doch auch in der Oper ist der Kuss brandaktuell. Sie sehen, er zieht sich durch die Epochen und ist überaus fachübergreifend. Der Kuss, ein Thema, ernst und unterhaltend.
„Nein, nein, auf deinen Lippen sag ich ihn,
sobald die Sonne scheinen wird!
Mein Kuss allein soll dieses Schweigen lösen,
durch das du mein wirst!“
Diese Zeilen kennt wahrscheinlich jeder von uns. Nur nicht in dieser Form. Es ist Nessun Dorma, die berühmte Arie des Prinzen Kalaf in der Oper Turandot von Giacomo Puccini. Diese Liebesarie ist wohl eine der bekanntesten Tenorarien. Ja, die Liebesarien, die Tenöre singen für ihre Liebste um sich einen Kuss zu ergattern. Der Tenor ist in der Oper oft der Tonangebende, der in seinen Arien sehnt und liebt, bangt oder triumphiert. In Dachau können Sie die schönsten Tenorarien unter freiem Himmel bei der „Nacht der Tenöre“ am 20.07.2012 erleben.
Ich werde heute sicher noch den einen oder anderen knutschen, einfach weils so schön ist. Wer knutscht mit?
Titelbild ©A.Rausch / pixelio.de
Interview mit Kaybee und John Cashmore
Juli 2nd, 2012Gegensätze ziehen sich an – auch in der Musik! Dass diese These stimmt, beweisen Kaybee und John Cashmore beim spektakulären Brunnenhof-Openair „Klassik meets Rock“. Die beiden sind nämlich nicht nur im Leben, sondern auch auf der Bühne ein Traumpaar. Sie ist eine echte Rockdiva und er ein gefeierter Opernsänger: Bei “Klassik meets Rock” kombinieren die beiden gekonnt die größten Hits der Rockgeschichte mit den beliebtesten Melodien der Klassik.
Liebe Kaybee und lieber John,
wir erleben Euch beide am 8.7. im Brunnenhof unter freiem Himmel mit Klassik meets Rock, wo ihr zwei sehr unterschiedliche Musikstile zu einer tollen Show verschmelzen lasst. Wie wurde eigentlich die Idee zu der Show geboren und welche musikalischen Highlights erwarten die Zuschauer?
Die Idee war naheliegend, denn John ist klassisch ausgebildeter Opernsänger und Kaybee ist in der Welt von Rock und Pop zuhause. Da John schon sehr viel “crossover” gesungen hat, z.b. auch in sehr vielen Musicals und Kaybee ebenfalls in vielen Musicals gespielt hat, ist jeder ein bisschen in die Richtung des Anderen gegangen. Dabei herausgekommen ist eine wunderbare Kombination, die man bei Stücken wie Vivo per lei, The prayer und z.B. bei Stücken von Queen hören kann.
Was ist das besondere für Euch auf einem Open Air zu singen – ist die Stimmung anders als bei Indoor-Konzerten?
Ein Open Air hat irgendwie immer eine relaxte Stimmung und in so einer tollen Location wie dem Brunnenhof der Residenz ein unvergleichliches Flair – solange das Wetter mitspielt natürlich!
Kaybee, du bist auf der Bühne eine echte Rockdiva. Was fasziniert dich an dieser Musikrichtung und wie stimmst du dich auf einen Auftritt ein?
Ich glaube ich bin mit Rockmusik im Blut geboren. Ich fühle, lebe und liebe Rockmusik und habe bereits mit 16 in einer Band begonnen, Rock und Popmusik zu singen. Ich muss mich eigentlich nicht richtig auf einen Auftritt einstimmen, ich gehe raus und sobald der erste Ton erklingt, lass ich sie raus, die Rocklady in mir und genieße jeden Song.
John, du bist Opernsänger und schon in zahlreichen Musicals aufgetreten. Wie sehen die Vorbereitungen für so ein Open Air Konzert wie Klassik meets Rock aus?
Viel neuen Text lernen, viele Proben und obwohl ich mich sonst eigentlich nicht einsingen muss, ist es bei diesem anstrengenden Programm wirklich nötig.
Was wäre die Welt ohne Musik?
Ganz schön leer und langweilig. Wie im Lied Vivo per lei – Ich lebe für sie, leben wäre ohne sie kein Leben.
Welchen Beruf hättet ihr gewählt, wenn ihr keine Musiker geworden wärt?
Kaybee: Ich habe Psychologie und Theaterwissenschaften studiert, vielleicht hätte ich etwas in diese Richtung gemacht oder aber ich wäre Grafikdesignerin geworden, das interessiert mich sehr.
John: Ich bin studierter Diplom-Ingenieur und war vor meiner Gesangskarriere Produktmanager einer großen Firma. Ich hätte sehr wahrscheinlich in diesem Breich weiter gearbeitet.
Könnt ihr Euch noch an euren ersten gemeinsamen Auftritt erinnern? Wir fragen uns insgeheim natürlich schon, wie das denn ist, wenn man als Ehepaar gemeinsam auf der Bühne steht… habt ihr gemeinsame Rituale bevor es on stage geht?
Unser erster gemeinsamer Auftritt war am 28.4.2001, eine Musicalshow in der Wetzlarer Stadthalle und von da hat alles begonnen – zunächst freundschaftlich, dann wurde es aber mehr. Seit Dezember 2002 sind wir ein Paar und 2005 haben wir geheiratet. Das Tolle an einem gemeinsamen Auftritt ist, dass es absolut NULL Konkurrenzdenken gibt und das hat uns bei unserem aller ersten Auftritt bereits begeistert. Mittlerweile kennen wir uns in- und auswendig und das ist ein wunderbares Gefühl auf der Bühne. Rituale vorher gibt es eigentlich nicht, außer einem Glas Champagner, einem dicken Kuss und ein toi, toi, toi.
Welche Projekte plant Ihr für 2013?
“Klassik meets Rock” steht ganz oben auf der Liste, dann ist John ja noch mit seiner Show “Spirit of Scotland” europaweit unterwegs und es wird ein neues Konzertprogramm mit dem Titel “Ein Hauch von Klassik” geben, bei dem Kaybee auch dabei ist. Daneben hat Kaybee ihre eigene Rock- Pop- und Soul Band mit deutschlandweiten Auftritten und plant ebenfalls ein Soloalbum.
Lehnt euch zurück, schließt die Augen, ihr habt drei Wünsche frei…
Gesundheit, Glück und immer genügend Auftritte!
Vielen Dank für Eure Zeit! Wir freuen uns auf den 8.7. im Brunnenhof!
Die Spanier, die Portugiesen und wir mittendrin
Juni 27th, 2012
Die Frisuren in der Oper sind so wie die Frisuren im Fußball. Ganz früher gab es in der Oper ja keine Frauen. Alle Rollen wurden nur von Männern gesungen, die dann natürlich in Frauenkleidern auf der Bühne standen. Trotz allem sprach niemand den Sängern ihre Männlichkeit ab. Bei unseren Fußballjungs ist es nicht anders. Die doch eher weibliche Frisurendiskussion ist zurzeit in aller Munde, nur übertroffen vom Fußballspiel selbst. Wie trägt wer seinen Schopf. Allen voran natürlich der Portugiese Christiano Ronaldo. Wer sich nicht alles schon über sein Haupthaar ausgelassen hat. Ich reihe mich nicht ein, zitiere jedoch Udo Walz: „Das ist eine glatte Zehn.“
Heute Abend ist es soweit. Das Halbfinale der Iberer. Spanien gegen Portugal. Die iberische Halbinsel weckt in uns Urlaubsgefühle und die Sehnsucht nach dem Temperament und der Leidenschaft der beiden Länder. Dieses Lebensgefühl, die mitreißenden Rhythmen, die temperamentvollen Flamenco-Tänzer mit ihrer feurigen Leidenschaft beeindrucken nicht nur heute, sondern fesselten die französischen Komponisten Georges Bizet und Maurice Ravel. Sie verfassten beide ein Werk ganz in der spanischen Tradition.
Maurice Ravel, in Frankreich geboren, jedoch mit spanischen Wurzeln, verfasste den weltberühmten Bolero. Entstanden ist das Werk 1928. Es ist der Tänzerin Ida Rubinstein gewidmet, als Musikstück in Form eines spanischen Balletts. Zuerst auch als Tanzstück uraufgeführt folgte erst später die konzertante Version. Immer noch lieben wir den Bolero, wie er uns mitreißt und begeistert. Ravel hingegen stand seinem Werk zeitlebens eher skeptisch gegenüber. Er sagte einst zu seinem Kollegen: „Ich habe nur ein Meisterwerk gemacht, das ist der Bolero; leider enthält er keine Musik.”
Nicht nur Ravel hat ein Meisterwerk geschaffen, auch Georges Bizet, sein Landsmann ist ein musikalischer Genius. Bizet war ein musikalisches Wunderkind. Sein wohl bekanntestes Werk ist die Oper Carmen. Die Geschichte um die rassige Zigeunerin Carmen und dem Hauptmann Don Jose ist ein wahrer Kassenschlager. Erst letztens besucht ich das Ballettstück Carmen von Goyo Montero in Nürnberg, in der die stolze Spanierin auf vier Rollen verteilt gespielt wurde. Jede Rolle stellte eine Charakterfacette Carmens dar. Es gab die Strenge, die Umgarnende und die Zerbrechliche Carmen. Als vierte Rolle gab es eine geheimnisvolle Ur-Version der Carmen, eine rassige Flamencotänzerin in vollem Ornat. Carmen ist universell, und von fast allen künstlerischen Medien abgearbeitet, sei es in der Oper, dem Ballett, der Literatur oder im Film.
Es geht sogar soweit, dass sich Pablo de Sarasate, spanischer Geiger und Komponist sich seine Carmen-Fantasie auf den Leib komponierte. Zeit seines Lebens war Sarasate als Solist auf Tournee und es wurden zahlreiche Werke nur für ihn komponiert. Er war einer der größten Geiger dieser Zeit. Seine Carmen Fantasie ist ein bemerkenswertes Stück und ist oft gesehener Gast in Violinwettbewerben, da es wegen der hohen technischen Ansprüche zu einem der schwierigsten Violinstücken gehört.
Haben Sie am Wochenende noch nichts vor und wollen eine kleine Sommerreise in den Süden zu diesen feurigen Klängen unternehmen? Dann können Sie diese Spanier, Iberer, Halbspanier, Franzosen mit Liebe zum Rhythmus an diesem Samstag erleben. Ravel: Boléro & Bizet / Sarasate: Carmen Suite im wunderschönen Barocksaal des Schloss Schleißheim. Es gibt noch Karten an der Abendkasse.
Doch zurück zum Fußball…wer wird es heute Abend werden und im Finale der Fußball EM stehen? Spanien oder Portugal? Welche Haare werden siegen? Ich persönlich bin für Carmens Frisur, eine lange schwarze Wallemähne, da kann man eigentlich nicht falsch liegen. Schade eigentlich, dass die nicht auch Fußball spielt.
Kulturgipfel goes Stadtradeln
Juni 14th, 2012München ist ja bekanntermaßen die Wadlhauptstadt Deutschland. Wir bei Kulturgipfel stimmen dem voll und ganz zu und stellen unser Wadlpotential unter Beweis – und zwar beim Stadtradeln 2012. Das Stadtradeln ist eine Aktion die vom Klimabündnis, dem größten europäischen Städtenetzwerk zum Klimaschutz, erstmals im Jahr 2008 gestartet wurde. Das Hauptziel dieser Organisation ist – wie der Name schon sagt – der Klimaschutz und der Erhalt unserer Umwelt.
Die Aktion Stadtradeln findet 2012 bereits zum fünften Mal statt. Der Aktionszeitraum Stadtradeln geht dieses Jahr vom 1. Juni bis 15. Oktober. Ganz Deutschland tritt dabei für den Umweltschutz an. Das Stadtradeln funktioniert dann so: Jede Kommune kann sich kostenlos anmelden und Kilometer sammeln. Innerhalb der Kommunen werden Teams gebildet, die dann gegeneinander antreten können. Eigentlich sind alle für den guten Zweck, aber als Konkurrenz hat man dann doch ein bisschen mehr Motivation. Preise gibt es selbstverständlich auch zu gewinnen. Und natürlich braucht man zur Motivation Personen des öffentlichen Lebens. Sie sind die Stadtradler-Stars und lassen ihr Auto für 21 Tage stehen. Jede Kommune kann sich den Zeitraum, um Kilometer zu sammeln frei einteilen. Insgesamt müssen es immer 21 Tage sein. In München startete das fröhliche Kilometersammeln am 11. Juni und läuft noch bis zum 1. Juli. Soweit zum Allgemeinen.
Nun zu uns. Das Wetter macht es einem die letzten Tage denkbar schwer mit dem Radl zu fahren. Doch wir trotzen dem Regen und Sturm tapfer. Ich habe erst vor zwei Wochen mein Fahrrad aus der alten Heimat nach München geholt und bin noch ein wenig planlos unterwegs, aber es macht mir Riesenspaß. Nach und nach kleine Gässchen zu entdecken, Abkürzungen zu finden und der besondere Aha-Effekt, wenn ich mich dann doch verfranst habe und irgendwo rauskomme und mir nur denke, „Ach so hier ist das!“ Herrlich. Ich kann es mir jetzt schon gar nicht mehr vorstellen, mich morgens und abends zusammen mit schlechtgelaunten Berufspendlern in die muffige U-Bahn zu quetschen. Und auch Nachts, wenn man ohne Radl ewig auf seine Straßenbahn warten müsste – da schalte ich nur mein Licht ein und düse über den Giesinger Berg, der so langsam zu meinem besten Freund wird nach Hause.
Ich bin im Büro natürlich nicht die einzige Radlerin. Wir kommen aus allen Ecken und Enden Münchens in unser Büro. Die kürzeste Strecke führt vom Hauptbahnhof zu uns. Aber auch aus dem Glockenbachviertel, aus Giesing und Haidhausen gibt es Kandidaten. Die längsten Strecken werden aus Solln und Pasing zurückgelegt. Wir Radler von Kulturgipfel haben uns dem Team Pedalhelden angeschlossen. Unseren Teamkapitän Dominic von Pedalhelden finden sie hier.
In diesem Sinne, radelt mit. Tun wir etwas für unsere Umwelt, aber auch für unsere Fitness und das mit einem großen Spaßfaktor. München ist viel zu schön, um so viel Zeit unter der Erde und in Blechbüchsen zu verbringen. Wer mitmachen möchte, kann sich hier kostenlos anmelden. Ob eure Kommune auch mit dabei ist, erfahrt ihr auf der Stadtradeln-Seite. Ich bin schon sehr gespannt, wer gewinnt. Mal sehen, ob sich München seinen Titel als Wadlhauptstadt verdient hat.
Wegbeschreibung zum Klassik und Dinner auf Schloss Schleißheim
Mai 4th, 2012Am 19. Mai startet die Saison in Schleißheim. Damit sie dort gut und sicher ankommen und natürlich auch den Weg vom Schlossrestaurant zum Konzert oder anders herum finden, bieten wir Ihnen hier unseren Service mit einer Anfahrtsbeschreibung.
Wegbeschreibung vom Schloss zum Schlossrestaurant Bellevue
Der Weg vom Schloss zum Schlossrestaurant Bellevue ist ganz einfach. Wenn sie aus dem Schloss herauskommen gehen sie rechts, bzw. nach Norden und biegen an der Freisingerstraße links ab. Das Schlossrestaurant ist nach ca 50 Metern auf der rechten Seite.
Mit dem Auto
Kommen Sie von München, oder aus dem Süden erreichen Sie Oberschleißheim über die Bundesstraße 13, für Münchner die Ingolstädter Straße, und dann weiter auf die B 471. Eine weitere Möglichkeit ist es über die Autobahn A 92 zu kommen, Ausfahrt Oberschleißheim oder die A 99 mit Ausfahrt Neuherberg.
Aus dem Westen, zum Beispiel Besucher aus Dachau kommen über die Bundesstraße 471 nach Oberschleißheim.
Aus Norden und Osten kommt man über die A 9, die von Nürnberg nach München führt, mit Ausfahrt Garching Süd auf die Bundesstraße 471 Richtung Dachau bis Oberschleißheim
In Schleißheim
Wenn sie aus Süden oder Westen kommen, biegen Sie von der B471, auch Dachauer Straße, rechts in den Max-Emanuel Platz ein.
Wenn Sie aus Norden oder Osten kommen biegen Sie von der B 471, Freisinger Straße links in den Max-Emanuel Platz ein.
Vor dem Schloss gibt es etwa 120 kostenlose Parkplätze. Dort gibt es außerdem Parkmöglichkeiten für Busse.
Mit den Öffentlichen
Aus München nehmen Sie die S-Bahn Linie 1 (Richtung Freising) und steigen an der Haltestelle Oberschleißheim aus.
Von der Haltestelle Oberschleißheim sind es zu Fuß etwa 10 – 15 Minuten. Sie gehen von der Haltestelle los und gehen links in die Lehrer-Wittmann-Straße, dann geht es immer geradeaus. Die Lehrer-Wittmann-Straße wird zur Haselbergerstraße. Man überquert die Hauptstraße, (B 471, oder auch Freisingerstraße) und geht geradeaus in den Max-Emanuel Platz. Dort sehen sie dann das Neue Schloss Schleißheim auf der linken Seite. Wenn Sie gleich von der S-Bahn zum Schlossrestaurant möchten, gehen sie nicht über die Straße, sondern gehen rechts in die Freisinger Straße, das Schlossrestaurant Bellevue liegt auf der rechten Seite.
Termine
Eine Übersicht der Termine für Klassik &Dinner auf Schloss Schleißheim finden Sie hier. Alle Termine und das Menü auch hier auf unserem Blog. Tickets können Sie online, unter tickets@kulturgipfel.de oder unter der Telefonnummer 089/55 96 86 0 bestellen.
Wir freuen uns darauf, Sie recht bald in einer unserer Schleißheim-Veranstaltungen begrüßen zu dürfen.
The Who’s Tommy
April 24th, 2012The Who galten lange als die Rockrüpel ihrer Generation. Sie erfanden das Instrumente-Zerstören auf der Bühne und das Demolieren von Hotelzimmern, lange bevor es salonfähig wurde. Ich weiß nicht, ob das nur eine „urban legend“ ist, aber Keith Moon soll einmal in einem goldenen Pyjama durch LA gefahren sein, nur um Polizisten aus seinem Rolls Royce mit Pampelmusen zu bewerfen. Es ist nur ein Gerücht, dass Moon ein Auto im Pool eines Holiday Inn Hotels versenkte. Auf der Flucht vor der Polizei rutschte er auf seinem Geburtstagskuchen aus und schlug sich einen Vorderzahn aus.
Ich kann es nicht leugnen, ich bin ein Fan von The Who. Es hängt ein großes Schwarz-weiß-Poster in meinem Zimmer und ich liebe ihre Musik. In meiner Plattensammlung versteckt sich das eine oder andere Album. Und genau aus diesem Grund war ich letzten Donnerstag im Deutschen Theater, um mir die Premiere von The Who’s Tommy anzusehen.
Tommy ist eine Rock Oper, die zunächst 1969 als Konzeptalbum veröffentlicht wurde. Schon 1966 hatte Pete Townshend, der kreative Kopf der Band, erste Ideen. Auch der Name Tommy war nicht von Anfang an klar. Es standen noch andere Varianten zur Auswahl, wie „Deaf, Dumb and Blind Boy“, „Amazing Journey“, oder „Brain Opera“.
Nach dem Album wurde Tommy 1975 verfilmt. Roger Daltrey, Sänger von The Who, spielt den Hauptdarsteller Tommy Walker. Der Film wurde unter anderem auch so erfolgreich, da er ein großes Staraufgebot zu bieten hat. Tina Turner, Elton John, Eric Clapton und Jack Nicholson spielen mit. Mit dem Film wurde der Soundtrack herausgebracht. Viele halten diesen für noch besser als das Album, da sich die Aufnahmemöglichkeiten verbessert hatten und weiterentwickelt wurden. Auch die Songs selber wurden durch das Mitwirken der anderen Musiker neu interpretiert und aufgenommen.
Doch der Film ist nicht das Ende der Entwicklung von Tommy. Denn es gab auch noch das Musical. Ungefähr zur selben Zeit wie der Film wurde in Großbritannien versucht, Tommy auf die Bühnen zu bringen. Diese Versuche scheiterten, bis 1993 Pete Townshend und der Broadwayautor und Regisseur Des McAnoff eine Musicalfassung erarbeiteten. Die Premiere von Tommy war in New York und wurde in vielen Städten mit großem Erfolg aufgeführt. Nun wird das Musical auch bei uns in München gespielt. Und zwar im Deutschen Theater mit einer Neuinterpretation vom English Theatre Frankfurt. Ich persönlich fands richtig klasse und hatte einen tollen Abend dort. Ich war sogar auf der Premiere und habe das Blitzlichtgewitter live und in Farbe gesehen. Das war auch einmal eine Erfahrung für sich.
Nun aber zu der Geschichte von Tommy, worum geht es denn da überhaupt? Hauptfigur ist wie gesagt Tommy Walker, acht Jahre alt. In London, seiner Heimat herrscht Krieg. Als sein Vater heimkehrt und den Geliebten seiner Mutter ermordet, muss Tommy zusehen. Seine Eltern machen ihm klar, dass er weder etwas gesehen, noch gehört hat. Geschweige denn, dass er über das Erlebte sprechen darf. So traumatisiert zieht sich der Junge vollkommen in sein Innerstes zurück und wird blind, stumm und taub.
Seine Eltern schleppen ihn von nun an von einem Wunderheiler zum Nächsten. Tommy bleibt nichts erspart. Psychiater und Drogenköniginnen treiben ihre Experimente mit ihm. Als Tommy dann auch noch von einem Familienmitglied misshandelt wird, ist man als Zuschauer schon am Rande des Erträglichen. Die einzigen Dinge, die Tommy noch in der Wirklichkeit halten ist ein Spiegel und er entdeckt den Flipper-Automaten für sich und bringt das Flippern zur wahren Meisterschaft.
Mrs Walker, Tommys Mutter ist zwischenzeitlich am Ende mit ihren Nerven und zerschmettert schlussendlich den Spiegel, vor dem Tommy so viel Zeit verbringt. Dieses Erlebnis holt Tommy zurück und er kann wieder sehen, hören und sprechen. Er ist endlich frei.
In einem Turnier schlägt er den derzeitigen Flipperkönig und wird der von allen gefeierte „Pinball Wizard“. Das Zusammenspiel seiner Wunderheilung und dem sensationellen Flipperspiel lassen ihn zu einer Art Messias aufsteigen. Er vereint eine Schar von Jüngern um sich, die sich in einem religiösen Wahn befinden, ihm jedoch keine wirklich Zuneigung entgegenbringen, sondern ihn doch nur benutzen. In letzter Konsequenz verstoßen sie Tommy und wenden sich gegen ihn. Nun befinden wir uns fast am Schluss der Handlung, doch das Ende wird nicht verraten…
Das Besondere an Tommy sind natürlich die aussdrucksstarken Lieder von The Who. Wer kennt nicht den Superhit “Pinball Wizard”. Die Musik ist einfach genial. Sie stand ja von Anfang im Mittelpunkt. In “See me, Feel me” wird all das Leiden von Tommy in einen berührenden Klang gekleidet. Gänsehautfeeling pur. Mein persönliches Lieblingslied ist “I’m free”. Der Song ist so voller Leben und Aufbruch. Es wird geschrubbt, gesungen und gerockt…
akkordeonale- Internationales Akkordeon Festival
April 20th, 2012Dieses Jahr findet zum vierten Mal die akkordeonale statt. Von 11. April 2012 bis zum 6. Mai 2012 touren fünf außergewöhnliche Akkordeonisten durch Deutschland. Die genauen Daten mit den entsprechenden Orten finden sie hier.
akkordeonale, kommt von Akkordeon, das liegt nahe. Wann aber haben sie das letzte Mal jemanden Akkordeon spielen sehen? Vielleicht noch in der Fußgängerzone, aber als Konzert? Ich war auf jeden Fall überrascht, dass es so etwas gibt und möchte hier natürlich ein bisschen erklären was die akkordeonale und natürlich wer dahinter steht.
Das Akkordeon ist seineszeichens nicht das beliebteste Instrument. Nicht umsonst gibt es diverse Spitznamen für dieses Gerät. Da hätten wir die Quetschkommode oder das Schifferklavier. Noch böser wird es bei der Schweineorgel, dem Blasebalg der Hölle, oder ein asthmatischer Wurm.
Wir bei Kulturgipfel haben auch einen Akkordeonisten in unseren Reihen. Unser Chef Jochen Gnauert spielt das Schifferklavier seit zwei Jahren und erklärt uns immer voller Stolz, dass das Akkordeon sein absolutes Lieblingsinstrument geworden ist. Als Beweis gibt es ein Foto, aufgenommen auf unserer Weihnachtsfeier letztes Jahr. Sein Wunsch ist es, die akkordeonale 2013 auch nach München zu holen und stößt damit sicher bei der großen Akkordeon-Gemeinde gerade im Umland Münchens auf Begeisterung. Schauen Sie also ab Herbst 2012 einfach mal auf www.kulturgipfel.de, wann und wo die akkordeonale 2013 stattfindet.
Nichtsdestotrotz ist das Akkordeon ein Instrument, mit dem man so einiges anstellen kann. Die akkordeonale sprengt alle Klischees, die sie über die Ziehharmonika in ihrem Kopf haben. Der Niederländer Servais Haanen lädt auch dieses Jahr wieder zu seinem Festival an, in dem ein breit gefächertes Spektrum von Musikrichtungen auf der Ziehharmonika vorgestellt wird.
So sind dieses Jahr fünf Musiker, aus fünf verschiedenen Kulturen mit fünf unterschiedlichen Musikstilen vertreten. Es ist nicht so, dass jeder für sich ist, sondern es vermischen sich die Kulturen und es entsteht etwas ganz Neues und Einzigartiges auf der Bühne.
Zum einen gibt es Florencia Amengual zu sehen. Sie ist die „weibliche Seite des Tangos“. Die Argentinierin studierte das Bandoneon in Buenos Aires und Barcelona.
Florinel Ionita, ein rumänischer Akkordeonspieler verkörpert das Roma-Balkan-Fieber. Er ist Mitglied der „Mahala Rai Banda“, dieses Ensemble mixt Gypsy Folk mit Jazz und Pop. „Mahala Rai Banda“ wurde berühmt mit dem Stück „Mahalageasca“ für DJ Shantel, das als Filmmusik für „Borat“ verwendet wurde.
Als dritten Interpreten gibt es Johannes Steiner mit einer Steirischen Harmonika. Der Österreicher studierte traditionelle österreichische Volksmusik und danach Jazz- und Popularmusik. In seinem Spiel verweben sich Worldmusic, Jazz, Avantgarde, Balkan und andere zu einem Klangteppich der besonderen Art.
Sandy Brechin ist wohl einer der bekanntesten schottischen Akkordeonisten, der schon mit vielen Bands zusammengespielt hat. Sandy Brechin ist tief in der Tradition verwurzelt und komponiert selbst im traditionellen Stil. Er unterrichtet aber auch Traditional Music am National Centre for Excellence.
Der Letzte im Bunde ist Servais Haanen selbst. Man nennt ihn auch den Meister der feinen Klänge aus den Niederlanden. Er ist ein musikalischer Querdenker. Nicht umsonst organisiert er die akkordeonale und komponiert und arrangiert die Ensemble-Stücke des Festivals. Früher war er verwurzelt in der Klassik und der Folkmusik, nun sieht er weit über den Tellerrand hinaus, um Kompositionen zu kreieren, die wie eine Mixtur aus Minimal Music, Nachtbar-Jazz, Mussette und der Empfindsamkeit klingen.
Das Motto des Festivals lautet „Sehen – Hören – Genießen“.
BLUE Surf Film Nacht
April 18th, 2012Jeder Münchner kennt sie, viele Nicht-Münchner auch. Sie ist eine Attraktion, nicht nur für Touristen, sondern auch für alle, die hier in München wohnen, Freunde besuchen,oder sich nicht als gemeine Touris bezeichnen wollen – die Eisbachwelle. Sie fasziniert Groß und Klein, Jung und Alt und alle anderen dazwischen. Ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter, die Surfer am Eisbach am Rande des Englischen Gartens sind bei jedem Wetter und IMMER am Start, auf der Suche nach dem nächsten Ride. Für alle, die die Münchner Welle tatsächlich nicht kennen, gibt es hier einen Einblick. Die Faszination Surfen lebt natürlich nicht nur in München, sondern auf der ganzen Welt.
Um dem Lifestyle Surfen ein wenig näher zu kommen oder seiner Leidenschaft nachzugehen veranstaltet das Surfmagazin BLUE regelmäßig Filmnächte im RIO Filmpalast. Im Mittelpunkt der gezeigten Filme steht das Wellenreiten, aber auch die ganze Kultur rund ums Surfen. Es ist ein Lebensstil! Dieser kann auch fernab von Hawaii, Kalifornien oder Australien in den Filmnächten kennengelernt oder auch gelebt werden. Es werden Klassiker gespielt, aber auch Independent-Streifen oder neueste Produktionen großer Firmen.
Am 23. Mai ist es wieder soweit. Die BLUE Surf Film Nacht geht mit drei Europa-Premieren an den Start. Los geht’s um 21 Uhr im Rio Filmpalast in München. Zu sehen gibt es diesmal die australische Top-Produktion „A Dingo’s Tale“, den kalifornischen Longboard-Film „Chapters“ und den Kurzfilm „India“.
A Dingo’s Tale
Dean „Dingo“ Morrison gehört zur „Golden Generation“ Australiens. Morrison wuchs gemeinsam mit Weltmeister Mick Fanning und World Nr. 2, Joel Parkinson, in Coolangatta an der Gold Coast auf. Die drei „Coolie Kids“ dominierten jahrelang alle Junior Events und schafften gleichzeitig den Sprung auf die World Tour. Dort angekommen wurde der Druck für den aus ärmsten Verhältnissen stammenden Morrison zu groß: Sein exzessives Partyleben verschlang einen Großteil seiner Kraft und der gewonnenen Preisgelder. Gleichzeitig wuchs in ihm aber auch die Gier nach perfekten, großen Wellen. 2009 überschlagen sich die Ereignisse: Er verliert seinen Platz auf der Elite-Tour, ertrinkt fast bei einem Bootunglück, Alkoholiker-Gerüchte machen die Runde. Seine Frau lässt sich scheiden.
Völlig am Boden widmet er sich auf Hawaii zukünftig nur noch seiner Leidenschaft: Pipeline und Backdoor, den beiden gefährlichsten Wellen des Planeten. Glaubt man den Locals, dann hat niemand mehr Tubes in Backdoor gescort als Dean „Dingo“ Morrison. In diesem tiefgründigen Porträt der australischen Regie-Legenden Matt Gye und Shagga erzählen Bruce Irons, Bra Boy Koby Aberton, Ex-Weltmeister Wayne Rabbit Bartholomew, Mick Fanning und Joel Parkinson die Lebensgeschichte eines der größten Surftalente der letzten 20 Jahre – seinen Aufstieg und Fall. Gedreht wurde in Hawaii, Australien, Neuseeland, Tahiti, Fidji und Indoonesien. Den Trailer gibt es natürlich auch auf youtube.
Chapters
„Chapters“ ist ein Traum für alle Longboard-Liebhaber: Der Film porträtiert 6 Weltmeister, unter anderem die Szene-Ikone Joel Tudor und zeigt, wie unterschiedlich diese Champs das moderne und das klassische Longboarden interpretieren. Gesurft werden die Traum-Spots Kaliforniens und Mexikos.
India
Der Kieler Surfer und „Six in the Mix“-Teilnehmer Lennart Girard reiste im Herbst 2011 mit dem Bus die Küste Indiens entlang, immer auf der Suche nach einsamen Wellen und neuen Abenteuern. Sein Kurzfilm zeigt die Buntheit und das Chaos dieses gigantischen Landes – genauso wie die Schönheit der unberührten Strände und die Perfektion der
namenlosen Surfspots.
Erleben Sie außergewöhnliche Filme rund um das Surfen…








